GLOBAL 2000: BM Berlakovich muss Irreführung der KonsumentInnen beenden - Stoppt Gentech-Futter!

Ministeriums-Homepage verbreitet Falschinformation über das AMA-Gütesiegel und Gentechnikfreiheit - UmweltschützerInnen erhöhen den Druck auch auf Supermärkte

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 deckt Falschinformationen des Lebensministeriums zur Agrarmarkt Austria und der Gentechnikfreiheit auf. Auf der Homepage des Ministeriums steht, dass das AMA-Gütesiegel die Gentechnikfreiheit garantiere. Das ist schlichtweg falsch. "Der für die AMA zuständige Minister gibt für das Österreichische Gütesiegel nicht die Qualitätsstandards vor, die sich die Österreicherinnen und Österreicher erwarten, nämlich die Gentechnikfreiheit. Anstatt die aktuelle Werbekampagne der AMA, die an KonsumentInnen-Täuschung grenzt, zu beeinspruchen, finden sich auf der Ministeriums-Hompage Falschinformationen, die in die gleiche Richtung gehen", empört sich Jens Karg, Sprecher von GLOBAL 2000. Die UmweltschützerInnen fordern den Minister auf, diesen Fehler umgehend zu korrigieren.

ZTL.:GLOBAL 2000 startet Informationskampagne vor Supermärkten
"Da wir nicht warten können, bis unser Minister etwas gegen die rund 600.000 Tonnen Gentech-Soja unternimmt, die zu großen Teilen im Rahmen des AMA-Gütesiegelprogramms verfüttert werden, startet GLOBAL 2000 jetzt eine Informations-Kampagne direkt vor den Supermärkten", so Karg weiter.
Über 80 Prozent aller gentechnisch veränderten Pflanzen landen heute über den Umweg der Futtertröge auf dem Teller. Zeitgleich kommt kaum eine Werbeaussendung für österreichische Lebensmittel ohne den Hinweis auf gentechnikfreie Produkte aus. "Die Supermarktketten erwecken den Eindruck, den Wünschen der Österreicherinnen und Österreicher nach gentechfreier Qualität nachzukommen. Doch die Realität sieht anders aus. In den Regalen liegt vorwiegend Fleisch von Tieren, die mit Gentech-Futtermitteln gefüttert wurden. Es ist Zeit für den Handel, hier Farbe zu bekennen und auch beim Fleisch auf gentechfreie Qualität zu setzen", fordert Karg.
Die österreichische Milchproduktion ist auf gentechfreie Futtermittel umgestellt worden. Im vergangenen Jahr haben auch die österreichischen EierproduzentInnen diesen Weg beschritten. "Für dieses Jahr ist es unser Ziel, die Hühnerfleischproduktion gentechfrei zu machen. Schritt für Schritt wollen wir die gefährliche Gentechnik aus unseren Handelsketten eliminieren und damit von unseren Tellern fernhalten", so Karg abschließend.

Die Textpassage finden Sie unter:
Links:
http://lebensmittel.lebensministerium.at/article/articleview/55037/1/
17818:
"Während EU-weit derzeit 51 Maissorten als Saatgut zugelassen sind, setzt Österreich weiter auf Gentechnikfreiheit von Saatgut. Darüber hinaus sichern wir über Verbotsverordnungen unseren Status ab. Bei Lebensmitteln garantiert überdies das AMA-Gütesiegel Gentechnikfreiheit."

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