Schwentner: Frauenhäuser ausbauen statt zusperren

Grüne fordern gesetzliche Verankerung und fixe Budgets für Frauenhäuser

Wien (OTS) - "Internationale Empfehlungen zeigen ganz klar, dass
wir in Österreich nicht genug Frauenhausplätze haben. Immer wieder müssen hilfesuchende Frauen abgewiesen werden, weil kein Platz frei ist. Frauen haben ein Recht auf Schutz vor Gewalt und eine sichere Unterkunft", meint Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen. Leider wird bei den Frauenhäusern in Zeiten knapper Budgets immer wieder der Sparstift angesetzt. Viele Bundesländer sind bei der budgetären Absicherung der Frauenhäuser säumig. In einigen stehen einzelne Einrichtungen immer wieder knapp vor dem Zusperren. "Wir brauchen eine gesetzliche Verankerung der Frauenhauseinrichtungen und die Zusicherung fixer und ausreichender Budgets", fordert Schwentner. Bei der Betreuung der Frauen und dem Angebot der Einrichtungen darf nicht gespart werden.

Wichtig wäre außerdem ein eigenständiger Aufenthaltstitel für Migrantinnen, damit sie bei Gewalt in der Familie nicht weiterhin völlig abhängig von ihrem Mann sind. "Den Empfehlungen des Europarats zu Folge bräuchten wir in Österreich bis zu 350 Frauenhausplätze zusätzlich. An der Absicherung und Finanzierung der bestehenden Frauenhausplätze darf daher nicht gerüttelt werden", hält Schwentner fest.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001