Beatrix Karl: Mehr Klarheit für Studierende und bessere Planbarkeit für Universitäten

Neuregelung des Hochschulzugangs im Parlament - bringt Straffung der Studieneingangsphase, verpflichtende Voranmeldung und verpflichtende Studienwahlberatung

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Die Neuregelung des Hochschulzugangs ist ein erster wichtiger Schritt und bringt mehr Klarheit für Studierende und eine bessere Planbarkeit für die Universitäten", so Wissenschafts-und Forschungsministerin Dr. Beatrix Karl zur Novelle des Universitätsgesetzes, die heute, Dienstag, im Nationalrat zur Beschlussfassung ansteht. Sie bringt eine verpflichtende Voranmeldung, eine verpflichtende Studienwahlberatung sowie eine Straffung der Studieneingangsphase.

Die Eckpunkte im Überblick:

  • Verpflichtende und rechtzeitige Voranmeldung zum Studium noch vor der Inskription bis 31. August (Wintersemester) bzw. 31. Jänner (Sommersemester) für alle Bachelor-, Master- und Diplomstudien. Das bedeutet für die Universitäten eine erhebliche Verbesserung bei der Planbarkeit. Ausgenommen sind jene Fächer, für die es ohnehin Aufnahmeverfahren gibt (zum Beispiel Kunst- und Sportstudien, Medizin und Veterinärmedizin). Die verpflichtende Voranmeldung ist ab dem Wintersemester 2011 notwendig.
  • Verpflichtende Studienwahlberatung und entsprechender Ausbau des Beratungsangebots. Mit dieser Maßnahme soll eine bewusstere Studienwahlentscheidung erreicht werden. Denn: Derzeit belegen rund 60 Prozent der Studienanfänger nur 10 Prozent der Fächer. Details zum Nachweis einer Studienwahlberatung werden durch eine Verordnung der Wissenschaftsministerin im Einvernehmen mit der Unterrichtsministerin derzeit erarbeitet. Ab dem Wintersemester 2012 sollen angehende Studierende den Nachweis erbringen, dass sie eine Studienwahlberatung in Anspruch genommen haben.
  • Neugestaltung der Studieneingangs- und Orientierungsphase: Es kommt zur Straffung (Festlegung auf die Dauer eines Semesters) und Klarstellung, dass nur jene Studierenden ihr Studium fortsetzen dürfen, die die Eingangsphase positiv absolviert haben. Weiters wird die Zahl der möglichen Prüfungswiederholungen in der Studieneingangsphase auf eine Wiederholung reduziert (die Universitäten können autonom eine weitere Wiederholung ermöglichen). Dadurch gibt es sowohl für die Studierenden als auch für die Universitäten rascher Klarheit. Diese Neuregelung gilt mit Wintersemester 2011. "Die Neuregelung des Hochschulzugangs ist ein wichtiger erster Schritt für mehr Qualität an unseren Universitäten." Nun gelte es, die zwischen ÖVP und SPÖ vereinbarte Erarbeitung eines heimischen Modells der Studienplatzfinanzierung zügig fortzusetzen. "Klar ist: Wenn wir über Studienplatzfinanzierung sprechen, müssen wir auch über die Definition von Kapazitäten sprechen", so Beatrix Karl.

Abschließend betonte die Ministerin, dass gerade in Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen deutlich werde: "Wissen schafft Vorsprung. Und Vorsprung schafft Aufschwung, Wachstum und Arbeitsplätze. Legen wir gemeinsam ein Fundament für die Zukunft und positive Weiterentwicklung unserer Universitäten. Legen wir gemeinsam ein Fundament für die Zukunft unseres Landes."
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