ÖH: LehrerInnmangel muss mit Aufwertung der PädagogInnenbildung beantwortet werden

Wien (OTS) - "Die PädagogInnenausbildung muss durch eine fundierte Ausbildung und eine angemessene Bezahlung aufgewertet werden", stellt Sigrid Maurer vom ÖH-Vorsitzteam klar. "Dass immer mehr Studierende als billige Arbeitskräfte in den Schulen ein reformbedürftiges System am Laufen halten, ist schlichtweg unverantwortlich", so Maurer weiter.

"Für alle pädagogisch Tätigen muss es einen nicht-berufsbegleitenden Master geben, die Berufseinführungsphase soll erst nach dem Master erfolgen", erklärt Mirijam Müller, ÖH-Generalsekretärin. "Das BA/MA Regelstudium muss fachwissenschaftliche, fachdidaktische und pädagogische Anteile enthalten, sowie pädagogische Praxis in dem späteren Berufsumfeld, die im Laufe des Studiums ausgebildet werden", so Müller weiter.

"Die Stärken der bisherigen Ausbildungsstätten müssen in eine neue Ausbildungsstruktur münden: Der starke Praxisbezug von Pädagogischer Hochschule und Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik bzw. Sozialpädagogik sowie der direkte Kontakt mit der aktuellen Forschung bei Universitäten", fordert Thomas Wallerberger vom ÖH-Vorsitzteam.

"Nur eine fundierte Ausbildung und eine angemessene Bezahlung können das Image von pädagogischen Berufen aufbessern und ihnen somit den gesellschaftlichen Stellenwert geben, den sie einnehmen sollten. Die aktuelle Reform der PädagogInnenbildung wird jedoch nicht parallel zu einer Reformierung des Dienst- und Besoldungsrechts geführt, zudem ist zu befürchten, dass die Reform die Ausbildung nicht aufwertet, sondern im Gegenteil eher verkürzt", so Maurer und Wallerberger abschließend.

Das Konzept der ÖH-Bundesvertretung zur LehrerInnenbildung Neu kann hier online abegerufen werden: http://bit.ly/gtgA9i

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