BZÖ-Haubner: Gemeinsame Obsorge soll Standard, alleinige Obsorge der Ausnahmefall sein

Die Kinder haben ein Recht auf einen guten Kontakt zu beiden Elternteilen

Wien (OTS) - "Die gemeinsame Obsorge soll der Standard sein, die alleinige Obsorge der Ausnahmefall. Ich verwahre mich ganz entschieden dagegen, dass man Vätern ständig unterstellt, mehrheitlich kein Interesse an den Kindern zu haben, ebenso verwahre ich mich auch vehement dagegen, dass man Müttern unterstellt, Kinder als Faustpfand gegen die Väter zu verwenden", stellte heute BZÖ-Familiensprecherin Abg. Ursula Haubner im Zuge der Aktuellen Stunde fest.

"Es soll keine Differenzierung zwischen gemeinsamer Obsorge bei Scheidungskindern und bei unehelichen Kindern geben. Wir wollen klare Regelungen beim Besuchsrecht, denn Väter sind nicht zeitweilige Besucher ihrer Kinder. Auch muss die Unterhaltsverpflichtung klar geregelt werden", forderte Haubner.

"Die Kinder haben ein Recht auf einen guten Kontakt zu beiden Elternteilen. Dies gilt besonders im Falle der Trennung, Scheidung, aber auch im Falle bei unehelich geborenen Kindern. Die Verantwortung für die Kinder hat man nämlich ein ganzes Leben lang", so Haubner.

"Es gibt immer mehr Scheidungskinder, immer mehr uneheliche Kinder und immer mehr allein erziehende Eltern, daher ist es ein Gebot der Stunde, die Familiengesetze so zu gestalten, dass sie auch die Antworten auf diese Realitäten geben", betonte Haubner.

"Auch im Bereich des neuen Jugendhilfegesetzes ist eine bundeseinheitliche Regelung und ein Automatismus zu schaffen, wenn es um Kindesgefährdung geht", sagte Haubner.

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