VP-Leeb: Standortsuche für neues Wien Museum ist kein Wunschkonzert des Kulturstadtrats

Unabhängige Expertenkommission soll den geeignetsten Museumsstandort finden

Wien (OTS) - Seit bald eineinhalb Jahren geistert der geplante Neubau des Wien Museums durch die Gazetten. Verschiedenste Standorte wurden von Kulturstadtrat Mailath-Pokorny und dem derzeitigen Direktor Wolfgang Kos favorisiert. Welche objektiven städtebaulichen, musealen, touristischen oder finanziellen Kriterien allerdings diesen Standortwünschen zu Grunde liegen, ist nicht überliefert.

"Es kann doch nicht sein, dass der Standort für einen der wichtigsten Kulturbauten der nächsten Jahrzehnte, der auch eine einmalige städtebauliche Chance für Wien darstellt, ein Wunschkonzert des Kulturstadtrates oder des derzeitigen Direktors ist", so ÖVP-Kultursprecherin LAbg. Isabella Leeb.

Sofort nach der Ankündigung des geplanten Museumneubaus durch SP-Kulturstadtrat Mailath-Pokorny habe die ÖVP eine Expertenkommission verlangt. Diese Kommission sollte Vorschläge für den Standort, ein Museumskonzept, eine internationale Ausschreibung des Bauprojektes sowie eine Nachnutzung des Oswald-Haerdtl -Pavillons ausarbeiten. Der Antrag wurde damals von der SPÖ Mehrheit im Gemeinderat abgelehnt.

"Seit eineinhalb Jahren ist praktisch nichts geschehen, außer dass sich die Herrschaften über die Medien ausrichten, wer gerade warum welchen Standort präferiert. Wir verlangen endlich die Einbindung internationaler Experten, die sich dieses Themas professionell annehmen. Gerade die Standortfrage ist eine entscheidende. Alles kann man im Nachhinein verändern. Den Standort aber mit Sicherheit nicht", so Leeb weiter.

Wie verantwortungslos mit dem Thema von Seiten des Kulturstadtrates umgegangen wird, ist allein an den Kosten zu sehen, die von ihm postuliert wurden. Zwischen 30 und 70 Millionen Euro hat er erst kürzlich wieder über die Medien verkünden lassen. Laut jüngsten Gerüchten werden aber eher 150 Millionen zu veranschlagen sein.

"Das Museum ist zu wichtig, zu teuer und auch städtebaulich für Wien viel zu bedeutend, als dass eine derartig dilettantische Herangehensweise an das Projekt noch länger zu verantworten wäre. Jede Kleinstadt setzt bedeutendere Projektabwicklungspläne für wesentlich kleinere Bauvorhaben auf und führt breitere Diskussionsprozesse, als das in Wien für das Wien Museum passiert. Hier ist Kulturstadtrat Mailath-Pokorny gefordert, endlich Handlungen zu setzen", so Leeb abschließend.

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