Österreich jetzt offiziell im wichtigsten europäischen Strommarkt

Oesterreichs Energie: Aufnahme in das "Pentalaterale Energieforum" stärkt Position der österreichischen E-Wirtschaft und sichert Zugang zur westeuropäischen Preiszone

Wien (OTS) - Als wichtige Entscheidung, die Österreichs Rolle im europäischen Strommarkt absichert, begrüßte Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung der E-Wirtschaft, die Aufnahme Österreichs in das sogenannte "Pentalaterale Energieforum". Schmidt: "Damit ist gesichert, dass es auch in Zukunft zu keiner Entkoppelung vom traditionell wichtigsten Stromhandelsmarkt für Österreich kommt."

In der Pentalaterale, die den europäischen Teilmarkt "Central West" bildet, arbeiten die Regierungen Deutschlands, Frankreichs, Belgiens, der Niederlande und Luxemburgs mit Regulatoren, Netzbetreibern, Strombörsen und Marktparteien mit dem Ziel einer grenzüberschreitenden Marktkoppelung zusammen. Anfang 2009 wurde durch die Mitgliedstaaten eine einheitliche Plattform für Stromhandel und -netzsteuerung in dieser Region eingerichtet. Insgesamt gibt es im Strombereich sieben sogenannte "regionale Märkte", die einen Zwischenschritt auf dem Weg zu einem europäischen Binnenmarkt darstellen.

Die Bedeutung der Pentalaterale für Österreich erklärt sich daraus, dass Österreich und Deutschland zusammen die einzige grenzüberschreitende Preiszone Europas bilden. Durch die enge Verflechtung mit Deutschland herrscht in beiden Ländern praktisch ein identisches Preisniveau. Schmidt: "Mit der Aufnahme in die Pentalaterale ist gesichert, dass wir weiterhin voll in diesem liquiden Markt integriert bleiben und diesen auch als vollwertiges Mitglied mit gestalten können." Ein Ausschluss aus diesem Markt hätte dagegen eine schleichende Abkopplung vom traditionell wichtigsten Handelspartner Deutschland auf dem Strommarkt erwarten lassen. Dadurch wären weitreichende Nachteile für die österreichische Wirtschaft zu erwarten gewesen.

Stromdrehscheibe zwischen Ost und West

Österreich ist ab sofort vollwertiges Mitglied im Teilmarkt Central West und auch im Teilmarkt Central East. Schmidt: "Damit können wir unsere Rolle als Drehscheibe zwischen Ost und West weiter entwickeln." Die Basis dafür ist die Teilnahme an der dynamischen Entwicklung in der Westregion, die ein Modell für die Weiterentwicklung der Märkte in der Region Central East darstellen könnte. Schmidt: "Österreich kann damit in Zukunft von der Teilnahme an der Pentalaterale doppelt profitieren."

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