Mitterlehner: Europa muss seine Energieversorgung neu ausrichten

Rat der EU-Energieminister in Brüssel: Sanktionen gegen Libyen fixiert - Europa will Energieversorgung neu aufstellen - Österreich ist neues Mitglied im "Pentalateralen Energieforum"

Brüssel (OTS/BMWFJ) - Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner hat heute in Brüssel am Rat der EU-Energieminister teilgenommen, der von den aktuellen Ereignissen in Libyen geprägt war. "Wir haben heute die Grundsatzentscheidung für Sanktionen gegen Libyen gefällt. Konkret geht es dabei um Einreiseverbote, das Einfrieren von Vermögenswerten und ein Waffenembargo", betonte Mitterlehner bei einem Pressegespräch am Rande der Ratssitzung. Gleichzeitig bekräftigte Mitterlehner, dass die Ölversorgung Österreichs nicht gefährdet sei. "Wir können jederzeit drei Monate Versorgungssicherheit garantieren, zuletzt sind wir sogar bei bis zu vier Monaten gelegen", so Mitterlehner. Gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaft seien nur bei einem deutlichen Anstieg des Ölpreises zu befürchten: "Wenn der Rohölpreis auf eine Marke über 130 Dollar je Barrel steigt, könnte das den Aufschwung der Wirtschaft verlangsamen. Jeder Zehnersprung beim Ölpreis könnte 0,1 bis 0,2 Prozent an Wachstum kappen", sagte Mitterlehner.

Mitterlehner sprach sich beim Energierat dafür aus, die Energieversorgung weiter zu diversifizieren: "Wir sind uns einig, dass Europas Abhängigkeit von Drittstaaten schrittweise verringert werden soll. Dafür müssen wir Energie auf allen Ebenen effizienter einsetzen, Erneuerbare Energieträger weiter forcieren und die Energienetze verbessern", so Mitterlehner. Ein wichtiger Schritt dafür sei auch die geplante Realisierung des Energiebinnenmarkts bis 2014. "Wir brauchen grenzübergreifende, intelligente und flexible Energienetze", so Mitterlehner.

Österreich ist neues Vollmitglied im "Pentalateralen Energieforum"

Am Rande des Energieminister-Treffens in Brüssel erhielt Mitterlehner von seinem luxemburgischen Amtskollegen Jeannot Krecké die Bestätigung, dass Österreich als Vollmitglied in das "Pentalaterale Energieforum" aufgenommen wird. Das Forum wurde 2005 von Deutschland, Frankreich und den Benelux-Staaten gegründet, um die Marktdynamik im Strombereich zu erhöhen. "Mit der Aufnahme in das pentalaterale Energieforum ist Österreich nun bei den Schrittmachern der Integration der Elektrizitätsmärkte voll dabei", freut sich Mitterlehner. Das erhöhe die Versorgungssicherheit und stärke Österreichs Position als Energiedrehscheibe im Herzen Europas. "Dank unserer Pumpspeicherkraftwerke können wir zur 'Grünen Batterie' Europas werden, weil künftig durch den Ausbau von Erneuerbaren Energien mehr flexible Stromspeicher benötigt werden", bekräftigt Mitterlehner abschließend.

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