Wir gratulieren Runde Geburtstage im März

Wien (PK) - Im März feiern folgende ehemalige Mandatare runde Geburtstage:

der ehemalige Abgeordnete Dr. Volker KIER (L) - 70. Geburtstag am
2. März,

der Staatssekretär a.D. und ehemalige Abgeordnete Dkfm. Dr.
Hannes BAUER (S) - 70. Geburtstag am 18. März,

der Zweite Präsident des Nationalrats a.D. sowie ehemalige Bundesminister und Staatssekretär Dr. Heinrich NEISSER (V) - 75. Geburtstag am 19. März,

der Vizekanzler und Bundesminister a.D. sowie ehemalige
Abgeordnete Dr. Erhard BUSEK (V) - 70. Geburtstag am 25. März,

der Bundesminister a.D. und ehemalige Abgeordnete Dipl.-Vw. Dr. Josef STARIBACHER (S) - 90. Geburtstag am 25. März,

der ehemalige Bundesrat Ökonomierat Paul FASCHING (V) - 60. Geburtstag am 29. März,

der Bundesminister a.D. und ehemalige Abgeordnete DI Dr. Helmut KRÜNES (F) - 70. Geburtstag am 30. März.

Erhard Busek 70

Am 25. März feiert der ehemalige Vizekanzler und langjährige Abgeordnete Dr. Erhard Busek seinen 70. Geburtstag. Geboren 1941
in Wien, absolvierte er in Döbling das Gymnasium, um hernach Jus
zu studieren. 1963 promovierte er zum Doktor iuris, im Laufe der Jahre kamen Ehrendoktorate aus Krakau, Bratislava und Czernowitz hinzu.

Bereits 1964 wurde das Parlament die Heimstatt des späteren Spitzenpolitikers. Vier Jahre lang wirkte er als ÖVP-Klubsekretär, ehe er in den Wirtschaftsbund wechselte, wo er 1972 bis 1975 Generalsekretär war. 1975 avancierte er zum Generalsekretär der ÖVP und wurde von dieser im November
desselben Jahres auch in den Nationalrat entsandt, dem er in der Folge bis zum November 1978 angehörte.

1976 wurde Busek Obmann der Wiener ÖVP, der er ein zeitgemäßes Image verpasste. Seine "Bunte Vögel"-Kampagne sowie das von ihm initiierte "Stadtfest" sorgten dafür, dass sich die ÖVP von ihrer schweren Wahlniederlage 1973 allmählich erholte. Busek wechselte nach den Landtagswahlen 1978 in das Rathaus und war bis 1987 Vizebürgermeister der Bundeshauptstadt. In jenem Jahr allerdings sank die Zustimmung für die ÖVP derart, dass Busek seinen Posten räumen und sich mit der Funktion eines nicht amtsführenden Stadtrates begnügen musste. 1989 sagte er der Kommunalpolitik ade und wechselte als Wissenschaftsminister in die Bundesregierung. Dieses Amt bekleidete er bis 1994, ehe er für ein halbes Jahr Unterrichtsminister wurde.

Bereits im Juli 1991 war er als Nachfolger von Josef Riegler Bundesobmann der ÖVP geworden und übernahm daraufhin auch die Agenden des Vizekanzlers. Als überzeugter Europäer feierte er im Juni 1994 seinen großen Triumph, als 66 Prozent der ÖsterreicherInnen den EU-Beitritt unseres Landes befürworteten. Die schließlich doch überraschende Wahlniederlage seiner Partei
im November 1994 bedeutete allerdings den Anfang vom Ende der politischen Karriere Buseks. Im Mai 1995 durch Wolfgang Schüssel ersetzt, blieb Busek noch bis Ende Juli Abgeordneter, ehe er sich aus der Öffentlichkeit zurückzog, um sich verstärkt mit europäischen Problemen zu befassen. So übernahm er noch 1995 den Vorsitz des Institutes für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM), war 2000/01 Regierungsbeauftragter für die EU-Erweiterung und
seit Januar 2002 Sonderkoordinator des Stabilitätspaktes für Südosteuropa. Seit 2005 ist er zudem Rektor der Fachhochschulen Salzburg.

Busek verfasste zahlreiche Bücher zu europäischen Themen,
darunter "Eine Reise ins Innere Europas" (2001), "Österreich und der Balkan" (2002) und "Die Europäische Union auf dem Weg nach Osten" (2003).

Heinrich Neisser 75

Auch der langjährige Zweite Präsident des Nationalrates Dr. Heinrich Neisser feiert im März Geburtstag. Geboren am 19. März 1936 in Wien, maturierte er 1954 am Wiener Piaristengymnasium, um sodann Jus zu studieren. 1960 zum Doktor iuris promoviert,
arbeitete er ab 1961 als Sekretär im Präsidium des Verfassungsgerichtshofes, ehe er als Beamter ins Bundeskanzleramt wechselte, wo er als Berater von Bundeskanzler Klaus figurierte. Dieser machte ihn im Juni 1969 zum Staatssekretär im Bundeskanzleramt.

Nach dem Machtwechsel zu Kreiskys SPÖ im April 1970 war Neisser zunächst wieder Beamter, ehe er 1974 in die Vereinigung Österreichischer Industrieller wechselte. Im November 1975 kehrte Neisser schließlich als Abgeordneter auf die politische Bühne zurück. Nach 12 Jahren als führender Mandatar der ÖVP wurde er abermals Mitglied der Bundesregierung, saß er doch von Januar
1987 bis April 1989 als Bundesminister für Föderalismus und Verwaltungsreform auf der Ministerbank.

Ab Mai 1989 wieder Abgeordneter, avancierte er im Herbst 1990 zum Klubobmann der ÖVP-Fraktion. Seine politische Karriere gipfelte
in der Wahl zum Zweiten Präsidenten des Nationalrates im November 1994, ein Amt, welches er bis Oktober 1999 bekleidete. Darüber hinaus ist Neisser seit 1989 Honorarprofessor für politische Wissenschaften an der Universität Wien. Demokratie und Wahlrecht zählen auch heute noch zu den zentralen Interessen Neissers, weshalb er sich auch im Verein "Initiative Mehrheitswahlrecht und Demokratiereform" engagiert.

Josef Staribacher 90

Am 25. März feiert Josef Staribacher Geburtstag. Er wird 90 Jahre alt. Geboren 1921 in Wien, erlernte er das Handwerk des Lithographen, um später die Matura in Abendkursen nachzuholen. Er studierte Jus an der Wiener Universität und promovierte zum
Doktor iuris.

Schon in frühester Jugend politisch aktiv, setzte er seine Tätigkeit für die Arbeiterbewegung auch in Zeiten des Faschismus fort, was ihm 1936 eine politische Freiheitsstrafe eintrug. Nach
dem Einmarsch der Nazis in Österreich war Staribacher bis 1940 im KZ Buchenwald gefangen.

1945 baute er die volkswirtschaftliche Abteilung der AK Wien mit
auf und wurde dort zunächst Kammeramtsdirektorstellvertreter und schließlich 1968 Kammeramtsdirektor. Bereits 1961 hatte ihn die SPÖ in den Nationalrat entsandt, dem er bis 1983 angehören
sollte.

Staribacher etablierte sich schnell als wirtschaftspolitisches Schwergewicht der SPÖ, und so konnte es auch nicht verwundern,
dass Bruno Kreisky ihn 1970 als Handelsminister in sein Kabinett berief. Bis zum Ende der SPÖ-Alleinregierung im Mai 1983 gehörte Staribacher der Regierung an und schrieb so die Geschichte dieses wichtigen Jahrzehnts heimischer Innenpolitik maßgeblich mit.

Volker Kier 70

Seinen 70. Geburtstag feiert der ehemalige stellvertretende Klubobmann Volker Kier. Geboren am 2. März 1941 in Belgrad, besuchte er nach dem Zweiten Weltkrieg in Friesach die
Volksschule, ehe er in Linz das Gymnasium absolvierte. Ab 1959 studierte er in Marburg an der Lahn und promovierte 1970 in Wien
zum Doktor iuris. In den 70er Jahren war Kier selbständiger Rechtsanwalt in Kitzbühel, Linz und Wien, danach war er von 1979 bis 1983 bei der steirischen Ferngas GmbH beschäftigt.

1983 bis 1987 war Kier Kabinettchef von Vizekanzler Steger,
danach als leitender Beamter im Wirtschaftsministerium tätig.
Kier, der sich zum liberalen Flügel der FPÖ gezählt hatte, avancierte 1993 zum Mitbegründer des Liberalen Forums und wurde für diese Partei ein Jahr später in den Nationalrat gewählt. Dort profilierte er sich als Sozial- und Energiesprecher seiner Partei und wurde deren stellvertretender Klubobmann. Nachdem das
Liberale Forum 1999 den Wiedereinzug in der Nationalrat
verpasste, zog sich Kier aus der aktiven Politik zurück.

Helmut Krünes 70

Ebenfalls 70 wird der ehemalige Verteidigungsminister Helmut Krünes. Geboren am 30. März 1941 in Wien, besuchte er dort Volksschule und Gymnasium, ehe er 1959 ein Studium an der Technischen Hochschule begann. Dieses beendete er mit den Titeln
DI und Doktor. Danach war Krünes bis 1986 in der Privatwirtschaft tätig, ehe ihn Bundeskanzler Sinowatz im Mai jenen Jahres zum Verteidigungsminister berief. Als solcher vermochte er jedoch
nicht mehr sonderliches Engagement zu entwickeln, da die
Koalition zwischen SPÖ und FPÖ schon wenige Monate später zerbrach.

Krünes schied bereits im Januar 1987 aus der Regierung wieder
aus, gehörte aber schon seit Dezember 1986 für die FPÖ dem Nationalrat an. Dort äußerte er sich zu Sicherheits- und Verteidigungs-, aber auch zu wirtschaftlichen Fragen. Im Herbst
1988 schied Krünes jedoch aus dem Parlament aus, nachdem er sich für seine Partei bei den Wahlen zum Niederösterreichischen
Landtag engagiert hatte. Krünes avancierte zum
Landtagsabgeordneten und blieb bis zum Ende seiner aktiven politischen Tätigkeit Klubvorsitzender.

Hannes Bauer 70

Der vierte 70er ist Hannes Bauer von der SPÖ. Geboren am 18. März 1941 in Eggenburg, besuchte er in Niederösterreich Volks- und Hauptschule sowie die Handelsakademie, ehe er ab 1960 an der WU studierte, wo er die akademischen Grade Diplomkaufmann und Doktor erwar. Nach einigen Jahren in der Privatwirtschaft wurde er führender Mitarbeiter der ÖIAG.

1979 entsandte ihn die SPÖ in den Niederösterreichischen Landtag, im Juni 1986 trat er als Staatssekretär in das Handelsministerium ein. Nach dem Ende dieser Tätigkeit wechselte er 1987 wieder in
den Landtag, ehe er 1989 für die SPÖ in den Nationalrat einzog. Bauer nahm sich vor allem volkswirtschaftlicher und umweltpolitischer Themen an, wechselte aber 1991 zurück nach Niederösterreich, wo er als Landesrat in die dortige Landesregierung eintrat. Von 1993 bis 1998 war er Klubobmann der sozialdemokratischen Abgeordneten im Landtag, 1998 bis 2000
gehörte er wieder der Landesregierung an, wobei er 1999 auch die Funktion des Landeshauptmannstellvertreters übernahm. Von Oktober 2000 bis Oktober 2008 kehrte Bauer in den Nationalrat zurück und war für seine Fraktion unter anderem im Wirtschafts-, Finanz- und Umweltausschuss tätig. (Schluss)

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