Kanada rechnet mit baldiger Einigung über CETA-Abkommen Steve Verheul informiert Abgeordnete über Verhandlungsstand

Wien (PK) - Steve Verheul, der kanadische Chefverhandler zum Wirtschafts- und Handelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada berichtete heute in einem Gespräch mit österreichischen Abgeordneten über den Stand der diesbezüglichen Verhandlungen und unterstrich das Interesse seines Landes an einem baldigen
Abschluss. Dem Übereinkommen werde in Kanada oberste Priorität eingeräumt, gehe es doch auch darum, mit der EU als zweitgrößtem Handelspartner ein Gegengewicht zur bisherigen Abhängigkeit
Kanadas vom US-Markt zu bilden. Die Ziele seien hochgesteckt, das Abkommen gehe in seinen Ambitionen sogar über NAFTA hinaus,
betonte Verheul. Er zeigte sich zufrieden mit dem Verhandlungsverlauf und rechnete mit einer Einigung über die letzten offenen 16 Punkte noch für dieses Jahr. Als
Herausforderung bezeichnete Verheul dabei den Agrarbereich,
großen Stellenwert räumte er überdies u.a. auch den Themen Investitionsschutz und geistiges Eigentum ein.

Abgeordneter Christoph Matznetter (S), der das Gespräch auf österreichischer Seite leitete, hob die Bedeutung des Abkommens hervor und bezeichnete Kanada als das Tor Europas und Österreichs zum NAFTA-Wirtschaftsraum. Er erwartete sich zudem durch CETA
eine Ankurbelung der Direktinvestitionen und wies in diesem Zusammenhang auf die Tätigkeit des Magna-Konzerns in Österreich hin. Matznetter sprach ebenso wie Abgeordneter Johannes Hübner
(F) die Wirtschafts- und Finanzkrise an, wobei er das kanadische System der Bankenregulierung als vorbildlich würdigte.

An dem Gespräch nahmen weiters die Abgeordneten Kurt Gartlehner (S), Elisabeth Hakel (S) und Konrad Steindl (V) teil. (Schluss)

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