Seniorenbund: Zuverdienstgrenzen für ALLE anheben. Ablehnung des SPÖ-Vorschlags zur Schaffung weiterer Privilegierten-Gruppen!

Nicht nur für Bürgermeister, sondern für alle muss die Zuverdienstgrenze angehoben werden.

Wien / Klagenfurt (OTS) - "Nun ist die Katze aus dem Sack! Die SPÖ kann sich also vorstellen, der Forderung der Seniorenvertreter nach Anhebung bzw Abschaffung der Zuverdienstgrenzen zuzustimmen -allerdings nur für Bürgermeister! Dazu unsere deutliche Ablehnung! Es geht nicht darum, weitere Privilegierten-Gruppen zu schaffen, es geht um eine faire Neuregelung für Alle", erklärt Bundesrat Karl Petritz, Bundesobmann-Stellvertreter des Österreichischen Seniorenbundes, Landesobmann des Kärntner Seniorenbundes und selbst langjähriger Bürgermeister der Kärntner Gemeinde Steuerberg.

Der Seniorenbund fordert seit langem die Abschaffung der Zuverdienstgrenzen für alle frühzeitig pensionierten, denn "Was für Beamte gilt, sollte auch für alle gesetzlichen Pensionisten gelten:
nämlich dass man zu seiner Pension zumindest mehr, am besten aber unbegrenzt, dazuverdienen darf", erklärt Petritz.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Kräuter hatte am Wochenende im Kurier gefordert, die Zuverdienstgrenzen für Bürgermeister aufzuheben, was der Kärntner Seniorenpolitiker grundsätzlich begrüßt, jedoch nicht alleine auf diese Berufsgruppe beschränkt sehen will:

"Im Vorjahr ging ein Drittel der ASVG-Versicherten direkt aus der Arbeitslosigkeit in Pension. Dabei verbietet es das Gesetz diesen Menschen, weiter als Arbeit suchend gemeldet zu sein. Das heißt, der vorzeitige Pensionsantritt ist gesetzlich erzwungen", widerlegt Petritz den häufig erhobenen Vorwurf, dass ältere Menschen von sich aus in Frühpension drängen würden.

"Wenn also Gesetzgeber und Arbeitsmarkt diesen Menschen bescheiden, ihre Arbeitskraft sei als Vollzeitäquivalent nicht mehr gefragt, dann sollten wir diese Menschen nicht auch noch mit einem bis zu fünfjährigen Arbeitsverbot bestrafen. Deshalb sind die Zuverdienstgrenzen abzuschaffen, oder zumindest so weit anzuheben, dass Pension und Zuverdienst in Summe das letzte Einkommen ergeben -und zwar für alle Menschen, nicht nur für einige Berufsgruppen", beschreibt Petritz die Seniorenbund-Forderung.

"Selbstverständlich sind zugleich alle Schlupflöcher in die Frühpension zu schließen, ist durch die Schaffung alternsgerechter Arbeitsplätze dafür zu sorgen, dass möglichst viele Menschen bis zur Erreichung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters im Job bleiben können. Das haben wir in diesem Zusammenhang immer betont, haben dazu auch Vorschläge unterbreitet. Jetzt gilt es, diese Schritte auch umzusetzen", so Petritz abschließend.

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