GPA-djp: Gewerkschaft als Plattform für engagierte Menschen

Interessengemeinschaften in der GPA-djp feiern 10-jähriges Bestehen

Wien (OTS) - (GPA-djp/ÖGB) Seit mittlerweile 10 Jahren spricht die GPA-djp verstärkt auch jene Erwerbstätigen an, die in nicht traditionellen Angestelltenverhältnissen arbeiten. Um als Gewerkschaft abseits der klassischen Strukturen für solche Mitglieder attraktiv zu sein, gründete die GPA-djp zwischenzeitlich sieben so genannte "Interessengemeinschaften" (IG) als Plattformen für engagierte Menschen. Wer in einer Interessengemeinschaft aktiv mitarbeiten und gestalten will, muss nicht Betriebsrat sein.++++

Der Wandel der Arbeitswelt hat eine große Anzahl von so genannten "atypischen Beschäftigungsverhältnissen" geschaffen, darunter Arbeit auf Werkvertragsbasis oder mit freiem Dienstvertrag. Aber auch "klassische" Anstellungen bieten nicht immer die nötigen Sicherheiten. Betroffen sind verschiedenste Berufszweige, z.B. SozialarbeiterInnen, ErwachsenenbildnerInnen, Außendienstbeschäftigte, BeraterInnen, Kreative oder Beschäftigte in der Informationstechnologie.

"Die Interessengemeinschaften haben nicht nur die GPA-djp, sondern auch die Beschäftigten verändert. Jene, die davor keinerlei Möglichkeit hatten, ohne ein Betriebsratsmandat aktiv mitzuarbeiten, bekamen mit den Interessengemeinschaften die statutarische und praktische Möglichkeit dazu", sagt Selma Schacht, Vorsitzende der work@social.

Die Interessengemeinschaften sind Plattform, Lobby und Netzwerk und wirken an der Verbesserung der Arbeitsverhältnisse und Arbeitsbedingungen mit. Die größten Erfolge der Interessengemeinschaften in den letzten Jahren waren die sozialrechtliche Absicherung für freie DienstnehmerInnen und die Anstellung der TrainerInnen in der Erwachsenenbildung.

"Für die GPA-djp war und ist es wichtig, den Organisationsgrad auch im Bereich der Freien DienstnehmerInnen zu erhöhen und dem Aufweichen des ArbeitnehmerInnenbegriffes so wie dem Entstehen einer großen Gruppe von ArbeitnehmerInnen zweiter Klasse entgegen zu wirken", erklärt Gudrun Konrad, Vorsitzende work@education.

Randolf Destaller, Vorsitzender der work@flex, betont den kreativen Ansatz: "Insgesamt machen die Interessengemeinschaften mit ihrer Sensibilität für neue Interessenlagen die GPA-djp zu einer modernen Gewerkschaft in Österreich."

Derzeit gibt es sieben Interessengemeinschaften in der GPA-djp: In den Bereich der work@flex fallen ArbeitnehmerInnen, die als freie DienstnehmerInnen oder WerkvertragsnehmerInnen beschäftigt sind. Die IG work@education ist für TrainerInnen in der Erwachsenenbildung zuständig. Im privaten Gesundheits- und Sozialbereich und wirkt die work@social. Fach- und Führungskräfte sind in der work@professional organisiert und ArbeitnehmerInnen, die überwiegend außerhalb des Betriebs arbeiten, haben sich in der work@external zusammengeschlossen. Beschäftigte der IT-Branche und neuer Medien finden sich in der work@it wieder und MigrantInnen in der work@migration. An der Gründung weiterer Interessengemeinschaften wird gearbeitet.

Informationen: www.gpa-djp.at/interesse

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Barbara Lavaud
Gewerkschaft der Privatangestellten,
Druck, Journalismus, Papier
Öffentlichkeitsarbeit/Presse
Alfred Dallinger Platz 1

050301 21533
www.gpa-djp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001