Immer mehr tödliche Unfälle in der Nacht - entgegen der allgemeinen Entwicklung der Unfallstatistik (Teil 2)

Unfallabläufe lassen auf Sekundenschlaf schließen

Wien (OTS) - Die Anzahl der getöteten Verkehrsteilnehmer in den Nachstunden steigt stetig an. Diese Entwicklung steht im diametralen Gegensatz zum allgemeinen, positiven Trend in der Unfallbilanz. Im Jahr 2007 waren noch 82 tödlich Verunglückte (12 Prozent von 691 Gesamtgetöteten) im verkehrsarmen Zeitraum zwischen Null und 5 Uhr Früh zu beklagen. Im Jahr 2008 waren es 85 getötete Menschen (13 Prozent von 679 Gesamtgetöteten) und im Jahr 2009 92 Personen (15 Prozent von 633 Gesamtgetöteten, Quelle: Statistik Austria). Laut Unfallstatistik 2009 (BMI) ist bei 4 Prozent der tödlichen Unfälle Übermüdung die vermutete Hauptunfallursache.

Doch nur selten lässt sich die Unfallursache rekonstruieren und so werden diese Unfälle oftmals als "Abkommensunfälle" oder "Alleinunfälle" in statistischen Untergruppen erfasst. "Der Ablauf dieser tödlichen Unfälle gibt oftmals Grund zur Annahme, dass Übermüdung sowie Sekundenschlaf die Auslöser waren", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Experten gehen von einer Dunkelziffer beim Sekundenschlaf, die zwischen 15 bis 40 Prozent liegt, aus. Die Unfallfolgen sind aufgrund der fehlenden oder zu spät einsetzenden Reaktionen der Fahrzeuglenker vergleichsweise hoch.

(Forts.)

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