Hauptsache das Öl sprudelte (von Ralf Mosser)

Ausgabe 28. Feb. 2011

Klagenfurt (OTS) - Die UNO hat Sanktionen gegen Muammar Gaddafi
und seinen Clan ausgesprochen, die EU will in dieser Woche über ein Waffenembargo beraten. Klingt schön, hilft aber nichts. Denn die Waffen aus Europa sind schon dort. Seit Jahren haben viele europäische Staaten Waffen nach Libyen geliefert. Ein Beschluss für ein Embargo wäre nicht nur scheinheilig sondern fast schon zynisch. Gaddafi hat in den vergangenen Jahrzehnten auch Geld kassiert, um dafür Sorge zu tragen, dass so wenig Menschen wie möglich aus Afrika nach Europa kommen. Dazu haben ihn viele Regierungschefs aus aller Welt hofiert und in allen Ehren empfangen, solange sie sich Vorteile für die Wirtschaft ihres Landes erhoffen konnten. Es war Europa, ja der Welt, egal mit welchen Mitteln der despotische Herrscher sein Land regiert hat. Hauptsache die Ölversorgung war sichergestellt.

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
redaktion@ktz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KTI0001