Kindergarten-Ausbildung in Wien boomt

Neue Wiener Ausbildungsmodelle: Erste 67 PädagogInnen fertig

Wien (OTS) - Die ersten 67 AbsolventInnen der zwei neuen Wiener Ausbildungsmodelle für Kindergartenpädagogik "Change" und "Pick up" konnten nun ihre Diplomprüfungszeugnisse entgegennehmen und verstärken ab sofort die Wiener Kindergärten. "Ich freue mich über das große Interesse am Beruf der KindergartenpädagogIn und gratuliere der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik zur allseits anerkannten Ausbildung, die höchste Qualitätsansprüche erfüllt", betont Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch.

"Das Interesse an unseren Angeboten für QuereinsteigerInnen und zur Weiterqualifizierung ist weiterhin enorm", berichtet Brigitte Cizek, Direktorin der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (bakip21) und Initiatorin der neuen Modelle. "So haben wir QuereinsteigerInnen, die aus den unterschiedlichen Berufen kommen, wie beispielsweise BuchhändlerInnen, VerkäuferInnen und FriseurInnen bis hin zu GrafikerInnen, WirtschaftswissenschaftlerInnen oder JuristInnen. Darüber hinaus wird vor allem der hohe Praxisanteil der Ausbildung geschätzt, der eine Höherqualifizierung zur Elementarpädagogin ermöglicht."

Mit den beiden zusätzlichen Ausbildungsmodellen "Change" und "Pick up" hat Wien bereits im Februar 2008 auf den steigenden Bedarf an KindergartenpädagogInnen reagiert. Diese neuen Kursmodelle werden seither neben der regulären 5-jährigen Ausbildung mit Matura angeboten und erfreuen sich großen Zulaufs. Derzeit sind an der "bakip21" insgesamt 804 PädagogInnen in Ausbildung.

Modell "Change": Interesse bei AkademikerInnen groß

Diese zweistufige fünfsemestrige Ausbildung richtet sich vor allem an arbeitsuchende Maturantinnen und Maturanten (Berufsreifeprüfung, Studienberechtigungsprüfung), WiedereinsteigerInnen (nach einer Erwerbspause), arbeitsuchende AkademikerInnen, MigrantInnen mit sehr guten Deutsch-Kenntnissen, MitarbeiterInnen der Stadt Wien sowie GrundschulpädagogInnen.

Nach den ersten beiden Semestern, an denen der Unterricht ganztägig stattfindet, erfolgt eine Zwischenqualifizierung zur "Pädagogin bzw. zum Pädagogen in Ausbildung" - einem Status, den es davor nicht gab. Nach drei weiteren berufsbegleitenden Semestern wird die Ausbildung zur diplomierten Elementarpädagogin bzw. zum diplomierten Elementarpädagogen abgeschlossen. Die Ausbildungskosten tragen die Stadt Wien und der Bund. Das AMS Wien unterstützt die TeilnehmerInnen im ersten Jahr durch die Deckung des Lebensunterhalts.

Modell "Pick up": Assistentinnen nehmen ihre Chance wahr

Diese siebensemestrige Ausbildung für KindergartenassistentInnen (mit dem Wunsch nach Höherqualifizierung), Arbeitssuchende bzw. MigrantInnen mit sehr guten Deutsch-Kenntnissen beinhaltet die Studienberechtigungsprüfung, Ergänzungsprüfungen zur Kollegausbildung sowie verstärkte Praxiserfahrung im ersten Teil, gefolgt von Inhalten und Anforderungen wie beim Modell Change (im zweiten Teil).

Die Ausbildungskosten werden von der Stadt Wien und vom Bund getragen. Das AMS Wien unterstützt externe TeilnehmerInnen durch die Deckung des Lebensunterhalts. Den bereits bei der Stadt Wien tätigen KindergartenassistentInnen ermöglicht die Stadt Wien die Ausbildung.

Praxisnahe Ausbildung

Beide Modelle bieten den Vorteil, dass die angehenden ElementarpädagogInnen schon während ihrer Ausbildung noch stärker in die Kindergartenpraxis einbezogen sind.

Beim Modell "Change" unterstützen sie das pädagogische Personal bereits ab dem dritten Semester als "Pädagogin bzw. Pädagoge in Ausbildung", beim Modell "Pick up" nach vier Semestern. Dies bietet einerseits den Vorteil einer praxisnahen Ausbildung, andererseits profitieren auch die Kindergärten vom zusätzlichen Personal. Die AbsolventInnen der beiden Modelle verpflichten sich, zumindest fünf Jahre für die Stadt Wien tätig zu sein.

InteressentInnen für diese beiden Ausbildungsmodelle können sich am Tag der offenen Tür, 7. März 2011, von 9 bis 13 Uhr, in der bakip 21, Patrizigasse 2, näher informieren.

Fotos demnächst unter http://www.wien.gv.at/pressebilder verfügbar.

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Michaela Zlamal
Mediensprecherin Stadtrat Christian Oxonitsch
Tel.: +43 1 4000-81930
michaela.zlamal@wien.gv.at
http://www.oxonitsch.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0002