"trend": Durchbruch für österreichischen Autotechniker

Der weltgrößte Dieselmotorhersteller Navistar will den neuen, verbrauchsarmen Zweitaktmotor des Österreichers Peter Hofbauer auf den Markt bringen.

Wien (OTS) - Der frühere Motorenchef von Volkswagen, der Österreicher Peter Hofbauer, hat einen billigen und verbrauchsarmen Verbrennungsmotor entwickelt, der nach Expertenmeinung durchaus das Zeug hat, den vermeintlichen Siegeszug des Elektroautos zu stoppen. Wie das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, will der weltgrößte Dieselmotorhersteller Navistar die "OPOC-Motor" genannte Erfindung nun auf den Markt bringen. An Hofbauer Firma "Ecomotors" hatten sich zuvor bereits Investoren wie Bill Gates oder Vinod Khosla (Sun Microsystems) beteiligt.

Die Bezeichnung "OPOC" leitet sich aus den Anfangsbuchstaben der englischen Konstruktionsbeschreibung "Opposed Piston, Opposed Cylinder" ab. Hofbauers Motorenkonzept sieht statt dem üblichen einen Kolben pro Zylinder derer zwei vor, die nicht im üblichen Vier-Takt-Rhythmus, sondern im Zweitaktbetrieb gegeneinander arbeiten. Statt vier Zylindern braucht er nur zwei gegenüber liegend positionierte. Hofbauer: "Das Besondere daran ist, dass wir nur die Architektur des Motor geändert haben, aber sonst lauter bekannte Bestandteile eines Motors verwenden. Das macht ihn extrem billig zu bauen."

Als Zweitakter ist er zudem grundsätzlich effektiver als ein Viertakter. Insgesamt soll der Treibstoffverbrauch um 15 bis 54 Prozent sinken, während sich die Produktionskosten um zwei Drittel vermindern. Hans Peter Lenz, ehemaliger TU-Professor und Veranstalter des internationalen Motoren-Symposions in Wien, zu dem neuen Motor:
"Hofbauer ist ernst zu nehmen. Das, was er andenkt, funktioniert für gewöhnlich auch."

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