"profil": Günter Striedinger und drei weiteren Verdächtigen droht Anklage

Die ehemaligen Hypo-Mitarbeiter sollen die Bank um 5,5 Millionen Euro geschädigt haben

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, stehen im Komplex Hypo-Alpe Adria vier weitere Anklagen im Raum. Dem ehemaligen Stellvertreter von Hypo-Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Kulterer, Günter Striedinger, dem einstigen Hypo-Anwalt Gerhard Kucher, dem langjährigen Steuerberater der Bank, Hermann Gabriel, sowie einer weiteren namentlich nicht bekannte Person wird Untreue vorgeworfen. Über eine Reihe von Liechtensteiner Stiftungskonstruktionen sollen sie ab 2004 von Wertpapiergeschäften profitiert und die Bank damit um 5,5 Millionen Euro geschädigt haben. Konkret ging es um Vorzugsaktien der Hypo-Tochter HLH, die 2004 die Kapitaldecke der Hypo auffetten sollten. Ein Teil davon wurde von einer Gesellschaft aufgegriffen, hinter der Kucher und Gabriel standen. Die finanziellen Mittel dafür lukrierten sie über Umwege aus elf Anstalten in Liechtenstein, die ihrerseits dafür einen Kredit bei der Hypo-Tochterbank in Liechtenstein aufgenommen hatte. Das Engagement war insoferne risikolos, weil die Kreditzinsen unter der von der Hypo garantierten Dividende von 6,25 Prozent lagen.

Stridingers Anwalt Norbert Wess hält gegenüber "profil" fest: "Ich weise den Vorwurf, mein Mandant Günter Striedinger wäre an Untreuehandlungen beteiligt gewesen, strikt zurück." Kuchers Rechtsvertreter Michael Rohregger betont, dass durch diese Kapitalerhöhung die Substanz der Bank gestärkt worden.

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