Stöger/Hundstorfer bei Pflege-Managementforum für Aufwertung des Pflegeberufs

Arbeitsfähigkeit muss erhalten werden - Strukturelle Reform des Gesundheitswesens notwendig

Wien (OTS/SK) - Pflegeberufe werden in Zukunft immer wichtiger -eine Aufwertung derselben ist daher von großer Bedeutung. Das sagten Gesundheitsminister Alois Stöger und Sozialminister Rudolf Hundstorfer am Freitag beim Pflege-Management-Forum 2011. Bei der Podiumsdiskussion zum Thema "Zukunft der Pflege aus Sicht der österreichischen Gesundheits- und Sozialpolitik" beantworteten die Minister zahlreiche Fragen aus dem Publikum rund um das Thema Pflege. ****

Gesundheitsminister Stöger betonte, dass er sich für eine Stärkung des Pflegeberufs einsetze. Er unterstrich besonders die Wichtigkeit einer guten Ausbildungsqualität, um mit den Anforderungen des Pflegeberufs umgehen zu können. "Eine gute Ausbildung trägt auch zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit bei", so der Gesundheitsminister. Das und die Möglichkeit der Mitentscheidung für das Pflegepersonal "erhöht die Identifikation mit der Arbeit und auch die Behandlungsqualität für die Patienten." Pflegeforschung, Akademisierung des Pflegeberufs und systematische Weiterbildung tragen ebenso zu besserer Qualität und damit einer Aufwertung des Pflegeberufs bei.

Der Sozialminister diskutiert zurzeit ein Arbeitszeitmodell für ältere Arbeitnehmer, die Teilpension. In der Pflege könnte etwa ein Mensch über 60 zehn oder 15 Stunden pro Woche im Berufsleben bleiben. Wichtig für den Erhalt der Arbeitsfähigkeit sei auch die Vereinheitlichung des Krankenanstaltenrechts, da es je nach Bundesland sehr unterschiedliche Arbeitsbedingungen gebe. Der Gesundheitsminister betonte, dass Planung, Finanzierung und Steuerung des Gesundheitssystems in einer gemeinsamen Verantwortung - der des Bundes - liegen sollen. Der Fahrplan dorthin bestehe bereits.

Minister Hundstorfer erläuterte, dass er einem Pflegemangel in seiner Funktion als Arbeitsminister mittels Arbeitsmarktpolitik gegensteuere: "Jährlich werden 5.000 Menschen vom AMS in diesem Bereich ausgebildet - vom Altenpfleger bis zur Heimhilfe." Die Ausbildung diplomierten Krankenpflegepersonals müsse gesteigert werden. Als Sozialminister sei er für die 435.000 Pflegegeldbezieher in Österreich zuständig, hier sei er sich bereits mit dem Finanzminister über den Pflegefonds einig. Die Mehrbelastung von Städten und Gemeinden im Pflegebereich werde mit 360 Mio. Euro mitfinanziert. (Schluss) bj/sa

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