Wr. Gemeinderat - SP-Krotsch: "Kampf für Frauen muss und wird weitergehen"

Wien (OTS/SPW-K) - "Heute im Gemeinderat sind bei den Regierungsparteien nur Frauen am Wort, aber bei den SozialdemokratInnen ist das nicht nur heute so", hält SP-Gemeinderätin Mag. Nicole Krotsch im Rahmen der heutigen Sitzung des Wiener Gemeinderates fest, "Daher setzen wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten bereits im Vorfeld des Frauentag-Jubiläums bei der kommenden Sitzung des Wiener Gemeinderates am 25. Februar ein deutliches Zeichen, und lassen ausschließlich Frauen an das Rednerinnenpult treten". Im Vorfeld des hundertjährigen Jubiläums des Frauentags am 8. März gehe es darum, Frauen und deren Anliegen sichtbar zu machen. "Noch immer sind Frauen in vielen Bereichen unterrepräsentiert. In den letzten hundert Jahren wurden zwar mit dem allgemeinen Frauenwahlrecht, dem Gleichbehandlungsgesetz oder der Fristenregelung ganz wichtige Errungenschaften erkämpft, dennoch gibt es noch vieles zu tun", so Krotsch.

Der Kampf für Frauen müsse und werde weitergehen, und so werde dem Kapitel Frauenrechte im Rahmen der rot-grünen Koalition eine besondere Bedeutung zu gemessen. "Wir wollen, dass Frauen selbstbestimmt, unabhängig und sicher leben können. Mit vielen Maßnahmen ist Wien schon heute klare Vorreiterin in aktiver Frauenpolitik. Mit dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) bietet Wien hier als einziges Bundesland umfangreiche Programme, die auch speziell auf Frauen zugeschnitten sind, um beispielsweise nach der Karenz rasch wieder in den Beruf einsteigen zu können. Diese maßgeschneiderten Programme werden sehr gut angenommen, 60 Prozent der waff-KundInnen sind Frauen", betont die Gemeinderätin und informiert, dass die finanziellen Mittel für die Frauenförderprogramme des waff heuer um 1,4 Mio. Euro erhöht werden.

"Aufgrund der aktiven Arbeitsmarktpolitik hat Wien österreichweit die höchste Frauenerwerbsquote, die Wienerinnen verfügen über die beste Bildung und profitieren vom geringsten Einkommensunterschied. Durch weitere Maßnahmen wie dem einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld oder dem Meilenstein Gratiskindergarten, strömen nun mehr Frauen als früher auf den Arbeitsmarkt", erklärt Krotsch. Die aktive Arbeit für Frauen ziehe sich in Wien durch alle Bereiche, so biete Wien ein eigenes Frauengesundheitsprogramm und das dichteste Gewaltschutznetz Österreichs. "Um den Schutz für Frauen noch weiter zu verbessern, bringe ich einen Antrag ein, der den Bund auffordert, in seinem Bereich zusätzliche Maßnahmen zu setzen. Ein besonderes Anliegen ist mir, dass Frauen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, ausreichenden Schutz gegen militante Abtreibungsgegner erfahren", erklärt Krotsch.

Ein innovativer Meilenstein auf dem Weg zu Gleichstellung wurde bereits mit dem rot-grünen Projekt zur Koppelung öffentlicher Aufträge der Stadt an frauenfördernde Maßnahmen gesetzt, eine Ausweitung ist geplant", unterstreicht Krotsch. "Daneben setzen wir auch ein deutliches Zeichen gegen sexistische Werbung und gegen die negativen gesellschaftlichen Auswirkungen, die die Vermittlung stereotyper und veralteter Geschlechterrollen auf die Gleichstellung hat. Zu diesem Zweck richten wir eine eigene Wiener Watchgroup ein, die anhand eines zu erstellenden Richtlinienkatalogs darauf achtet, dass Werbesujets die Würde der Frau nicht verletzen und kommunalpolitische Handlungsspielräume gegen sexistische Werbung genützt werden", erklärt die Gemeinderätin.

Abschließend informiert Krotsch über die Demo der Plattform "20.000 Frauen", die am 19. März ein lautes Zeichen für Frauenrechte setzen wird und ruft zu reger Teilnahme auf. (Schluss) lok

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