FPÖ-Kappel/Matiasek: Bewusstseinskampagne die auf die Planung der Lebensvorsorge von Frauen abzielt starten

Wien (OTS/fpd) - 568.000 Frauen in Österreich sind laut dem
letzten Bericht der Statistik Austria und der Armutskonferenz 2010 von Einkommensarmut betroffen. Knapp die Hälfte davon sind manifest arme Österreicherinnen, d. h. diese Frauen leben in akuter Armut und sind von massiven Einschränkungen in zentralen Lebensbereichen betroffen. Das Armutsrisiko für Frauen ist in Österreich rund um ein Drittel höher als bei Männern und die Tendenz ist leider steigend, so die beiden FPÖ-Wien Politikerinnen, LAbg. Dr. Barbara Kappel und Stadträtin Veronika Matiasek.

Verantwortlich für diese dramatische Entwicklung sind unterschiedliche Ursachen. Ein Hauptgrund für die Einkommensarmut vieler Frauen ist, dass Partnerschaft, Ehe und Familiengründung in der Vergangenheit traditionell als eine Art "Versorgungsfaktor" betrachtet wurde. Vielfach erscheint das heute als unrealistische Betrachtungsweise, ganz im Gegenteil: Trennung, Scheidung oder der Tod des Partners lassen viele Frauen vollkommen un- oder unterversorgt zurück, so Kappel, die weiter meint, dass das Fehlen pensionsbegründender Berufsjahre, wechselnde Arbeitsverhältnisse, Teilzeitjobs u. ä. ebenfalls Gründe sind, die Einkommensarmut bei Frauen zu verursachen.

Österreich ist in Sachen Frauen-Gleichstellung weit von der Spitze entfernt. Die schlechte Position Österreichs ist vor allem Folge der schlechten Bezahlung und des geringen Anteils an Führungspositionen in Verwaltung und Wirtschaft. Aktuelle Daten der Arbeiterkammer zeichnen ein ebensolches Bild. Fast 30% der Frauen sind Niedriglohnbezieherinnen und 85% der Teilzeiterwerbstätigen sind weiblich.

Die Übernahme von Schulden oder Krediten des Partners ist ein weiterer Grund, der Frauen in finanzielle Notsituationen bringt und Einkommensarmut erzeugt. Darüber hinaus wird aus medizinisch-psychologischer Hinsicht darauf hingewiesen, dass Einkommensarmut Frauen oft physisch und psychisch krank macht und sie in die Isolation führt. Leider herrscht bezüglich der eigenen Lebensvorsorge und -planung, sowie der realistischen Einschätzung der finanziellen Lebenssituation bei vielen Frauen und insbesondere bei jungen Frauen auch heute noch ein mangelndes Bewusstsein, obwohl es viele Einrichtungen zur entsprechenden Beratung und Information gibt. Viele dieser Betroffenen nützen die Einrichtungen zur Beratung und Information leider nicht bzw. nicht ausreichend, so Kappel und Matiasek.

Die FPÖ brachte in der laufenden Gemeinderatsitzung daher einen diesbezüglichen Antrag ein, wonach die zuständige Stadträtin ersucht wird, im Rahmen der frauenpolitischen Maßnahmen eine Bewußtseinskampagne zu starten, die auf die Planung der Lebensvorsorge von Frauen abzielt. Warum dieser Antrag von Rot und Grün abgelehnt wurde ist völlig unverständlich, so die beiden Politikerinnen abschließend. (Schluss)paw

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