Ministerrat gibt Startschuss für Internet-Offensive in Österreich

Erster Prioritätenkatalog des Kompetenzzentrums Internetgesellschaft

Wien (OTS) - Das Kompetenzzentrum Internetgesellschaft legte der Bundesregierung den ersten Prioritätenkatalog zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) 2011 vor. Dieser wurde im Ministerrat am 22. Februar 2011 einstimmig angenommen, damit ist der Startschuss für die weitere Analyse und Umsetzung gegeben.

Die 14 vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen etwa Green IT, eine breite Einführung der Handy-Signatur und Venture Capital für High-Tech-Unternehmen. Diese Projekte werden von der öffentlichen Verwaltung gemeinsam mit der Wirtschaft, den Interessenvertretungen und anderen Stakeholdern abgearbeitet.

Wesentliches Ziel dabei ist: Die österreichische Wirtschaft soll im internationalen Wettbewerb gestärkt und die Bildungschancen junger Menschen sollen nachhaltig verbessert werden.

In das Kompetenzzentrum Internetgesellschaft sind Bundeskanzleramt (BKA), Finanzministerium (BMF), Wirtschaftsministerium (BMWFJ), Infrastrukturministerium (BMVIT) sowie Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft eingebunden. Die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH) fungiert als Geschäftsstelle des Kompetenzzentrums. Die Einrichtung des Kompetenzzentrums wurde von der Bundesregierung im Februar 2011 beschlossen, nach der Konstituierung im Juni 2011 wurde die Arbeit aufgenommen. Alle sechs Monate wird das Kompetenzzentrum der Bundesregierung Prioritäten und Fortschrittsberichte im Bereich der Kommunikations- und Informationstechnologien vorlegen.

"Im E-Government-Ranking der Europäischen Union belegt Österreich seit Jahren den ersten Platz. Die Erfolge aus dem E-Government können auf die gesamte IT-Wirtschaft umgelegt werden, um das Land auch nachhaltig unter den Top-Ten im IKT-Bereich zu positionieren. Das Kompetenzzentrum schafft die idealen Voraussetzungen alle Akteure einzubinden, um nachhaltige Projekte gemeinsam zu initiieren und in der Umsetzung zu koordinieren", so Sektionschef Dr. Manfred Matzka, er vertritt das Bundeskanzleramt im Vorstand des Kompetenzzentrums.

Sektionschef Dr. Gerhard Popp, Vorstandsmitglied für das Finanzministerium, betont, "dass es nun gemeinsam mit der Wirtschaft aktives Engagement braucht, um international weiter voranzukommen und auch Arbeitsplätze in dieser Zukunftsbranche zu schaffen".

"Eine Top-Platzierung Österreichs im IKT-Ranking ist kein Selbstzweck: Die Forcierung von Informations- und Kommunikationstechnologien ist ein Schlüsselfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft. Deshalb ist das Wirtschaftsministerium mit zwei besonders auf IKT-affine Unternehmen ausgerichteten Förderprogrammen für Risikokapital und innovative Dienstleistungsprojekte im ersten Prioritätenkatalog des Kompetenzzentrums Internetgesellschaft vertreten", sagt Sektionschef Dr. Thomas Kohlert, Mitglied im Vorstand des Kompetenzzentrums Internetgesellschaft für das Wirtschaftsministerium.

Abteilungsleiter Ing. Mag. Alfred Ruzicka, der Vertreter des BMVIT, sagt über die Prioritäten seines Hauses: "Der Breitbandausbau insbesondere im ländlichen Raum ist eine Grundvoraussetzung für nahezu alle anderen darauf aufbauenden weiteren Maßnahmen und hat natürlich oberste Priorität. Auch mit dem Vorhaben 'iktprojekte' wird eine Plattform geschaffen, die es insbesondere der kleinstrukturierten IKT-Wirtschaft ermöglicht, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. So sollen dadurch die Kräfte gebündelt und neue Kooperationen von einander bisher unbekannten Unternehmen erleichtert werden."

"Der IKT-Sektor trägt entscheidend zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und Standortattraktivität einzelner Wirtschaftsräume bei und ist daher auch in Österreich ein wesentlicher Faktor für Wachstum und Beschäftigung. Laut Networked Readiness Index (NRI) liegt der heimische IKT-Sektor auf dem zwar beachtlichen, aber steigerungsfähigen Platz 20 unter 133 Nationen", erklärt Dr. Georg Serentschy, Geschäftsführer der RTR-GmbH. "Mit dem ersten vom Kompetenzzentrum erstellten Prioritätenkatalog für 2011 liegt jetzt ein konkretes Maßnahmenbündel vor, mit Hilfe dessen auch die Schritte, die bereits von der Internetoffensive gesetzt wurden, erfolgreich weitergeführt werden können".

Die RTR-GmbH unterstützt mit ihrem IKT-Know-how als Geschäftsstelle die Ressorts und Organisationen bei der Umsetzung der Projekte und ist Ansprechpartner für das Kompetenzzentrum Internetgesellschaft.

Der Maßnahmenkatalog ist auf der Website der RTR-GmbH unter folgendem Link abrufbar:
http://www.rtr.at/de/komp/Prioritaetenkatalog

Rückfragen & Kontakt:

Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH,
MMag. Daniela Andreasch
Tel.: (++43-1) 58 058/106, Fax: (++43-1) 58 058/9106,
daniela.andreasch@rtr.at

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