100 Jahre Frauentag: CARE ermöglicht Partizipation von Frauen in Ländern des Südens

Nepal: Einbindung von Frauen in Verfassungsprozess. Burundi: Signifikanter Anstieg gewählter Frauen. Uganda: Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe von Frauen.

Wien (OTS) - Am 19. März 1911 gingen Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und in der Schweiz auf die Straße, um am ersten Internationalen Frauentag das freie und geheime Wahlrecht für Frauen einzufordern. "Auch 100 Jahre danach ist die Partizipation von Frauen noch in weiten Teilen der Welt unzureichend umgesetzt. CARE setzt sich besonders in Nachkriegsgebieten dafür ein: um nachhaltige Veränderungen zu Gunsten von Geschlechtergerechtigkeit zu erlangen, setzen wir in unseren Projekten in vielen Ländern der Welt auf die Teilhabe von Frauen an politischen Prozessen und Entscheidungen. Dabei ist CARE politisch unparteiisch und konfessionell ungebunden", erklärt CARE-Geschäftsführerin Andrea Wagner-Hager.

Das Hauptaugenmerk liegt darauf, Frauen über ihre Rechte als Bürgerinnen zu informieren und sie in die Lage zu versetzen, ihre Chancen gleichberechtigt wahrnehmen zu können. "Nachhaltige menschliche Entwicklung benötigt die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen, um die Politik entsprechend zu gestalten", ist Wagner-Hager überzeugt. Der von der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit finanzierte und von CARE gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen umgesetzte Rahmenvertrag in den Ländern Nepal, Burundi und Uganda dient als Mittel, die gesellschaftliche Teilhabe von Frauen zu stärken.

In Nepal etwa ermöglicht CARE, dass Frauenorganisationen ihre Stimme und Bedürfnisse in die Verfassungsbildung einbringen. In basisdemokratischen Prozessen werden die Anliegen von Frauen gesammelt, um sie der verfassungsgebenden Versammlung vorzulegen. Viele der Vorschläge konnten bereits erfolgreich in den Verfassungsentwurf eingebracht werden, der im Mai 2011 offiziell angenommen werden soll. "Unsere Hauptanliegen sind, Frauendiskriminierende Gesetze aus der nationalen Gesetzgebung zu verbannen, gleiches Erbrecht für Töchter und Söhne durchzusetzen, und die Diskriminierung von Witwen zu verhindern", so Wagner-Hager.

In Burundi werden Frauen in ihren Möglichkeiten zur politischen Partizipation gestärkt. Das führte zu einem starken Anstieg der Beteiligung von Frauen an den Wahlen im Jahr 2010 nicht nur als Wählerinnen, sondern als Kandidatinnen auf allen Ebenen. Von BürgermeisterInnen bis hin zum Senat. Mit zum Teil Aufsehen erregenden Erfolgen: Von den insgesamt 136 weiblichen 'Chefs de Collines' (Bürgermeisterinnen) stammen 96, also 70 Prozent, aus jenen Gebieten, in denen CARE Programme zur Frauenpartizipation umsetzt.

Auch in Uganda, wo zuletzt Wahlen stattgefunden haben, hat ein großes CARE-Programm im Norden des Landes die Stärkung von Frauen zum Ziel. "Ähnlich wie in Burundi werden dabei Frauen über ihre Rechte als Bürgerinnen aufgeklärt und ihre Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe ausgebaut", so Wagner-Hager abschließend.

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