FA-Schütz/Gruber kritisieren ungeheuerlichen Umgang mit Arbeitnehmern von "Sozial Global"

Begriff "working poor" hat einen neuen, rotgefärbten Tiefpunkt erreicht

Wien (OTS/fpd) - "Sozial Global - Beratung, Betreuung, Pflege" erpresst Mitarbeiterinnen in einer unglaublichen Art und Weise, kritisieren heute die stellvertretenden Obfrauen der Freiheitlichen Arbeitnehmer Wien, LAbg. Angela Schütz und Michaela Gruber. Rund 400 Mitarbeiter erhielten bzw. erhalten noch eine sogenannte Änderungskündigung. In einem Schreiben werden die (überwiegend alleinerziehenden weiblichen) Beschäftigten der Organisation aufgefordert, entweder auf ein Viertel ihres Gehaltes zu verzichten oder dies als Information zur Kündigung anzusehen, berichtet Gruber. Die SPÖ-Mandatarin aus Margareten Mag. Susanne Schaefer-Wiery, die zugleich Vorstand von "Sozial Global" ist, meint dazu nur lapidar, dass andere Organisationen dies ebenso gemacht haben. Schütz zeigt sich entsetzt: "Solch eine Vorgangsweise ist unfassbar. Hier werden Menschen erpresst und zwar ohne mit der Wimper zu zucken!"

Der durchschnittliche Verdienst der Mitarbeiterinnen liegt bei 1300 Euro netto - eine Kürzung um ein Viertel lässt das Gehalt für eine 40 Stunden Woche auf 975 Euro netto schrumpfen. Hier erhält der Begriff "working poor" einen neuerlichen rotgefärbten Tiefpunkt, ist Gruber enttäuscht.

Die SPÖ predigt in Permanenz, wie wichtig die Unterstützung der Frauen in der Arbeitswelt ist und spricht von Quotenregelung, Aufwertung von Frauenjobs, Frauennetzwerken, mehr Kinderbetreuungsplätzen, Offenlegung der Gehälter in Firmen, usw. Gleichzeitig scheint es für sie aber in Ordnung, Arbeitnehmer mit der Aufforderung "ein Viertel weniger Gehalt bei gleicher Leistung bei sonstigem Arbeitsplatzverlust" unter Druck zu setzen.

In diesem Zusammenhang wäre es interessant, was Frauenstadträtin Frauenberger dazu sagt, dass ein Vorstandsmitglied des Dachverbandes Wiener Sozialeinrichtungen und der Vorstand der klingenden Organisation Sozial Global mit ihren Mitarbeiterinnen in solch einer Art und Weise umgeht, so Gruber und Schütz, die abschließend fragen, was mit den eingesparten 1,82 Millionen Euro pro Jahr passiert. (Schluss) hn

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