Öllinger zu Sozial Global: Lohndumping mit freundlicher Genehmigung durch die Gewerkschaft

Grüne fordern bessere Entlohnung der Pflege- und Sozialberufe

Wien (OTS) - In Reaktion auf die angedrohten Lohnkürzungen bei den Beschäftigten bei Sozial Global meint Karl Öllinger, Sozialsprecher der Grünen: "Die Meinung von Sozialminister Hundstorfer, dass die im Kollektivvertrag festgelegte Entlohnung der Pflege- und Sozialberufe schon in Ordnung sei, teile ich nicht. Die Entlohnung ist viel zu niedrig und so schlecht, dass man hier von Lohndumping mit freundlicher Genehmigung durch die Gewerkschaft sprechen kann. Hier wurde auf Kosten der Beschäftigten im Sozialbereich ein verstaatlichtes Lohnniveau an der Armutsgrenze geschaffen." Die Doppelrolle von Sozialminister Hundstorfer ist kritisch zu hinterfragen. Einerseits war er an der Spitze der Gemeindebediensteten der oberste ArbeitnehmerInnenvertreter und andererseits war er als Landtagspräsident faktisch Arbeitgebervertreter.

"Die öffentliche Hand will hier auf Kosten der Beschäftigten im Sozialbereich Mittel einsparen und refundiert den Organisationen nur die Lohnkosten auf Basis des niedrigen Kollektivvertrages. Das führt dazu, dass soziale Organisationen ihrerseits wieder versuchen, die Lohnkosten ihrer Beschäftigten, die noch nach einem besseren Vertrag entlohnt werden, mit allen Mitteln zu drücken. Als Sozialminister verschärft Hundstorfer die finanzielle schwierige Situation noch zusätzlich durch die Nicht-Valorisierung des Pflegegeldes", meint Öllinger. Es braucht daher endlich eine tragfähige Finanzierungsbasis für die Pflege und zwar in Form eines Pflegefonds. "Bei der Umsetzung des Pflegefonds und der Absicherung der Finanzierung der Pflege ist Hundstorfer schwer säumig. Außer großen Ankündigungen ist bis jetzt noch nichts geschehen. Wohin diese 'Hans guck in die Luft' -Politik führt sieht man nun anhand der negativen Auswirkungen auf die Beschäftigen im Sozialbereich", so Öllinger.

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