Heinisch-Hosek zu 100 Jahre Frauentag: Es gibt noch vieles zu verändern

Frauenministerin ist zuversichtlich, dass es in Sachen Frauenquote zu einer Einigung kommt

Wien (OTS/SK) - Bei der Festveranstaltung der SPÖ-Frauen anlässlich "100 Jahre Internationaler Frauentag" am Donnerstagabend würdigte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek die vielen Meilensteine, die von Frauen in den letzten 100 Jahren erkämpft wurden. "Wir stehen auf den Schultern von vielen mutigen Frauen und profitieren noch heute von deren Errungenschaften. Wir haben noch nicht alles erreicht und es gibt noch vieles zu verändern", so Heinisch-Hosek. Die Frauenministerin zeigte sich zuversichtlich, dass es in den kommenden Wochen zu einer Einigung in Sachen Frauenquote kommen wird. ****

Heinisch-Hosek erinnerte an "viele heftige Kämpfe", die geführt werden mussten, um Verbesserungen in der Lebenssituation von Frauen zu erreichen. Die Frauenministerin hob etwa die Durchsetzung der Fristenregelung in den 70er Jahren, die Bildungsreformen unter Hertha Firnberg und das Gleichbehandlungsgesetz als Meilensteine hervor. "Wir dürfen nicht bei bisher Erreichtem stehen bleiben, sondern müssen unseren Weg fortsetzen, damit Gleichstellung Wirklichkeit wird", so Heinisch-Hosek.

In Sachen Frauenquote sagte Heinisch-Hosek, dass eine Einigung mit dem Koalitionspartner wahrscheinlich sei, nachdem der Wirtschaftsminister eingesehen hätte, dass es auch ökonomisch sinnvoll sei, mehr Frauen in die Führungsetagen zu bringen. Frauen würden derzeit im Erwerbsleben an viele Grenzen stoßen, bekräftigte die Frauenministerin. "Diese Grenzen sind durchaus männlich. Eine Frau mehr bedeutet ein Mann weniger. Diesen Machtverlust wollen viele Männer nicht hinnehmen. Es ist oft ein harter Kampf", so Heinisch-Hosek.

Ihre frauenpolitische Strategie fasste Heinisch-Hosek so zusammen:
"Viel verlangen, Teile davon umsetzen und stolz auf das Erreichte sein." Auf die am 1. März in Kraft tretende Einkommenstransparenz könne man ebenso stolz sein. Österreich sei nach Schweden das zweite Land in der EU, das verpflichtende Einkommensberichte einführt. "Jetzt müssen wir dafür werben, dass die Betriebsrätinnen und Betriebsräte dieses Instrument nutzen. Ich werde auf jeden Fall eine schwarze Liste für jene Betriebe anlegen, die keinen Bericht vorlegen", so die Frauenministerin.

Im Rahmen der Festveranstaltung im Renner-Institut diskutierten unter der Moderation von Erna Cuesta zudem die Filmemacherin Nina Kusturica, Angelika Reitzer (Schriftstellerin) und Deborah Sengl (Bildende Künstlerin). Daneben sorgte Elysha Fields mit einer Musikperformance für Unterhaltung. (Schluss) pl/up

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