Pflegemafia in Österreich - FPÖ beantragt Qualitätskennzeichnung für Personenbetreuung

Hofer: Bei Agenturen gibt es unseriöse Betreiber

Wien (OTS) - FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Norbert Hofer beklagt, dass es im Bereich der Personenbetreuung in Österreich zum Teil eklatante Missstände gäbe. Einige der aus dem Boden geschossenen Agenturen würden sowohl von den betreuungsbedürftigen Personen als auch von den selbständigen Personenbetreuern weit überzogene Honorare verlangen. Gleichzeitig würden Personen vermittelt, die nicht den Mindesterfordernissen entsprechen würden.

Hofer: "Da kommt es schon vor, dass einer betreuungsbedürftigen Person ein junger Automechaniker aus der Slowakei vermittelt wird, der noch nie eine Person betreut hat und auch nicht kochen kann. Nun gibt es zwei Personen im Haushalt, die nicht in der Lage sind, sich selbständig zu verköstigen. In vielen Fällen sind gar keine Kenntnisse der deutschen Sprache vorhanden. Die arbeitssuchenden Personen aus den ehemaligen Sowjetstaaten werden von einigen Agenturen regelrechet abgezockt und müssen einen Gutteil ihres Einkommens abliefern. Das ist moderner Sklavenhandel."

Hofer will diesen unseriösen Machenschaften das Handwerk legen und beantragt im Parlament ein Gütesiegel sowohl für die Agenturen als auch für die Personenbetreuer selbst.

Hofer: "Was in anderen Lebensbereichen selbstverständlich ist, gibt es in diesem essentiellen Sektor noch nicht. Der Antrag ist fertig. Ich werde ihn vor dem Einbringen nächste Woche aber auch noch den anderen Fraktionen zusenden und sie einladen, den Antrag gemeinsam einzubringen. Das Gütesiegel verursacht selbst keine Kosten, entsprechende Kontrollen der Agenturen und des Personenbetreuer sind jedoch dringendst notwendig."

Ein hartes Durchgreifen fordert Hofer gegen jene Herrschaften, die illegal Betreuungspersonal in Österreich vermitteln. Hofer: "In der Regel wird von einer Personenbetreuerin, die für einige Jahre in Österreich tätig war und die Gegebenheiten im Land kennt, durch Mundpropaganda weiteres Personal vermittelt. Meist handelt es sich um junge Frauen aus Rumänien oder der Slowakei. Diese Frauen müssen aber ebenfalls zum Teil abenteuerliche Honorare an ihre sogenannte Vermittlerin bezahlen. Sie werden finanziell regelrecht ausgepresst. Die Heimfahrt wird über einen Handlanger der sogenannten Vermittlerin organsiert, für diese müssen die jungen Frauen ebenfalls tief in die Tasche greifen. Nehmen sie ein anderes Verkehrsmittel, verlieren sie den Job. Nehmen sie ein anderes Angebot in Österreich an, wird ihnen und ihrer Familie in der Heimat offen gedroht. Hier entsteht eine regelrechte Betreuungsmafia und es fehlt das entschlossene Eingreifen des Rechtsstaates, der sich stattdessen mit Terrorverfahren gegen Tierschützer beschäftigt."

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0001