Martina Kandeler-Fritsch interimistische Leitung des MAK

Wien (OTS) - Die stellvertretende Direktorin des MAK Martina Kandeler-Fritsch übernahm gestern, 23. Februar 2011, interimistisch die Leitung des MAK. "Ich nehme die Herausforderung mit großem Respekt vor dieser Aufgabe an. Es ist mein erklärtes Ziel, den qualitativen Anspruch und die internationale Reputation des Hauses zu verteidigen sowie die künstlerische Kontinuität zu gewährleisten", sagt Kandeler-Fritsch.

In einer heute Donnerstag, 24. Februar 2011, gemeinsam mit dem Betriebsrat kurzfristig einberufenen Mitarbeiterversammlung wurde die Belegschaft über den Rücktritt des bisherigen Direktors Peter Noever informiert. Alle Ausstellungen und Veranstaltungen werden wie geplant stattfinden. Es wird innerhalb des MAK keine personellen Veränderungen geben. "Bis zum Vorliegen des Endberichtes von PricewaterhouseCoopers werde ich mich nicht öffentlich zu den Vorkommnissen rund um den Rücktritt von Peter Noever äußern", erklärt Kandeler-Fritsch. Bis zu diesem Zeitpunkt ersucht das MAK etwaige Anfragen zu Peter Noever direkt an den Kuratoriumsvorsitzenden Andreas Treichl bzw. an das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur zu richten. Die angekündigte Strafanzeige wurde heute eingebracht.

Martina Kandeler-Fritsch, geboren 1962 in Wien, studierte Kunstgeschichte an der Universität Wien und absolvierte eine Postgraduate-Ausbildung für "Museums- und Ausstellungskuratoren im Kunstbetrieb" an der Wissenschaftlichen Landesakademie Krems. Von 1984 bis 1998 u.a. freiberufliche Journalistin sowie konzeptionelle und organisatorische Mitarbeit an Ausstellungen zu Kunst, Architektur und Design sowie Teilnahme an Forschungsprojekten und Kunstberatungen. Von 1995 bis 2003 Lehrauftrag in der Meisterklasse für Architektur (Prof. Wolf D. Prix) an der Universität für angewandte Kunst Wien. Herausgabe der Publikationen "ZÜND-UP. Dokumentation eines Architekturexperiments an der Wende der sechziger Jahre", Wien New York 2001, und gemeinsam mit Thomas Kramer "Get Off of My Cloud, Wolf D. Prix. COOP HIMMELB(L)AU. Texte 1968-2005" sowie "Get Off of My Cloud, Wolf D. Prix. COOP HIMMELB(L)AU. Texts 1968-2005", Ostfildern-Ruit 2005.

Tätigkeiten im MAK: Von 1998 bis 2001 freie Ausstellungskuratorin, seit 2002 Leitung der MAK-Ausstellungsabteilung und Ausstellungskuratorin; 2002 bis 2009 stellvertretende Direktorin künstlerischer Bereich, seit 2005 wissenschaftliche und künstlerische Leitung sowie Prokuristin, seit 2010 stellvertretende Direktorin. Ausstellungskuratorin u.a. von "Design, Design, Shiro Kuramata 1934-1991" und "Oswald Oberhuber, Geschiebene Bilder. Bis heute", 1999, "Franz West. Gnadenlos", 2001, "Zaha Hadid. Architektur", 2003, COOP HIMMELB(L)AU. Beyond the Blue", 2007, sowie Projektleitung des MAK-Symposiums "das diskursive museum", 2001.

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