CEZ-Direktor gibt vor Umweltausschuss fehlenden Bedarf für neue Blöcke in Temelin zu

Widerrechtliche UVP muss umgehend gestoppt werden

Linz (OTS) - Die Unsinnigkeit der Erweiterung des AKW Temelin
kommt immer deutlicher zutage. Gestern gab der Direktor des Temelin-Betreiberunternehmen CEZ, Martin Roman vor dem Umweltausschuss der tschechischen Senats als Grund für die Verschiebung des Projektes zu, dass "wegen der Krise der Stromverbrauch auf das Niveau vor einigen Jahren zurückgefallen ist". Unter weiteren Gründen für die seit einigen Tagen bekannte Verzögerung des Projektes um fünf Jahre nannte er auch den Bürgerwiderstand auf der geplanten 110 Kilometer langen Trasse der für die Temelin-Erweiterung benötigten neuen Stromleitung.

Die Atomlobby versucht nun im tschechischen Parlament ein neues Gesetz durchzupeitschen, auf dessen Grundlage die Enteignung der für dieses Vorhaben erforderlichen Grundstücke erleichtert werden soll. "Die Atomlobby greift wegen ihrem Prestigeprojekt zu Mitteln, die aus der Zeit des kommunistischen Regimes stammen", empört sich Radko Pavlovec, unabhängiger Energieexperte. "Es ist daher dringend erforderlich, dass die Bundesregierung das widerrechtliche UVP-Verfahren zur Erweiterung des AKW Temelin mit Hilfe eines Vertragsverletzungsverfahrens zum Fall bringt. Jede Verzögerung dieses sinnlosen und gefährlichen Projektes erhöht die Chancen, dass umweltverträgliche Alternativen realisiert werden", so Pavlovec abschließend.

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Radko Pavlovec
Berater des Landes Oberösterreich
im Bereich der Anti-Atom-Politik
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