BZÖ-Schenk: Doppelmoral des ORF-Programmdirektors schreit zum Himmel

Wien (OTS) - "Die Doppelmoral des ORF schreit zum Himmel. Wir
leben in einer Gesellschaft, in der zahlreiche Medien mit dem Thema Prostitution gute Geschäfte machen. Darüber mokiert sich niemand. Dass jetzt eine junge Frau deshalb, weil sie von den Medien in die Nähe des Rotlichtmilieus gerückt wird, aus der Opernball-Berichterstattung verschwinden soll, ist eine ungeheuerliche Doppelmoral", so BZÖ-Frauensprecherin NAbg. Martina Schenk in einer Reaktion auf die Aussagen von ORF-Programmdirektor Lorenz. Lorenz sei anempfohlen, bei dieser Gelegenheit auch gleich alle Kamerateams des ORF anzuweisen, ausschließlich Männer zu interviewen, die noch nie Kontakt mit Prositutierten hatten.

"Dass hier bislang der Aufschrei der sogenannten "Frauenrechtlerinnen" der anderen Fraktionen ausgeblieben ist, spricht auch Bände", so Schenk. In einer liberalen Gesellschaft solle man auch einen ehrlichen Umgang mit der Realität erwarten können. Der ORF sei eine öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt und nicht der Tugendwächter der Nation. "Ein junges Mädchen in aller Öffentlichkeit als "Nutte" zu bezeichnen und abschätzig festzustellen, dass durch sie der Opernball zum "Nuttenball" werde, das ist wohl auch nicht das Verhalten eines Kavaliers", redet Schenk Klartext. Die BZÖ-Frauensprecherin erwartet von Programmdirektor Lorenz eine öffentliche Entschuldigung für sein indiskutables Verhalten.

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