BZÖ-Widmann kritisiert Festhalten der Regierung an Euratom

Geld in Forschung für eine gefährliche Technologie zu stecken, die langfristig nichts bringt, ist kurzsichtig gedacht!

Wien (OTS) - "Die Bundesregierung rühmt sich mit ihrer angeblichen Anti-Atom-Politik, will aber über den letzten konsequenten Schritt, den Euratom-Ausstieg, nicht einmal diskutieren", kommentiert BZÖ-Energiesprecher Abg. Mag. Rainer Widmann den gestrigen Umweltausschuss, in dem diesbezügliche Anträge der Opposition abgelehnt wurden. "Die Beteiligung an Euroatom bringt de facto keine Mitsprache und kostet uns -zig Millionen - raus aus Euratom!", verlangt Widmann.

"Das Beispiel Temelin zeigt, wie weit Österreich mit der von der Regierung behaupteten Mitsprache kommt", so Widmann, der erinnert, dass sich in Landtagen die Regierungsfraktionen für einen Ausstieg aus Euratom aussprechen. Kritik übt Widmann auch daran, dass die jährlichen Kosten nicht verraten werden: "Was ist das für eine Budgetpolitik, da schweben jährliche Kosten zwischen 40 und weit über 100 Millionen Euro im Raum!"

Für den BZÖ-Energiesprecher steht fest: "Euratom hat seine Ziele verfehlt! Die Atommüll-Endlagerproblematik ist nach wie vor ungelöst, veraltete Schrottreaktoren werden mit den Geldern am Leben gehalten. Und Geld in Forschung für eine gefährliche Technologie zu stecken, die langfristig nichts bringt, weil Uran-Vorkommen ebenso endlich sind wie Öl und andere Rohstoffe, ist kurzsichtig gedacht!" Deshalb müsse das Geld für Euratom in den raschen Ausbau Erneuerbarer Energien gesteckt werden, so Widmann.

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