Pflegebereich wird finanziell systematisch ausgehungert

Hofer: Nur Gesundheitsreform kann Mittel für Langzeitpflege freimachen

Wien (OTS) - FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Norbert Hofer weist aufgrund der jüngsten Ereignisse rund um das skandalöse Verhalten einer SPÖ-Vorfeldorganisation im Rahmen von Änderungskündigungen für Pflegekräfte darauf hin, dass der Pflegebereich in Österreich seit Jahren finanziell systematisch ausgehungert wird.

Hofer: "Österreich wendet rund 1,2 Prozent des BIP für Langzeitpflege auf. Trotz steigender Zahl an Pflegegeldbeziehern hält sich aufgrund ausgebliebener Inflationsanpassungen des Pflegegeldes seit 1997 die Ausgabenquote für Langzeitpflege auf konstantem Niveau - dies natürlich auf Kosten der betroffenen Pflegebedürftigen und der Angehörigen. Zum Vergleich betragen die Ausgaben für Pflege in Dänemark 2,8 Prozent des BIP. Dort funktioniert das System, und es gibt keine Debatte über einen Pflegenotstand."

Die Zahl der Pflegegeldbezieher in Österreich steigt und aufgrund der niedrigen Löhne und der enormen Belastung für die Betroffenen wird es immer schwieriger, den personellen Bedarf zu decken.

Hofer fordert daher die Bundesregierung auf, die seit längst überfällige Gesundheitsreform durchzuführen und die daraus freiwerdenden Mittel in die Langzeitpflege zu investieren. Hofer geht von einem umsetzbaren Potential von 3 Milliarden Euro aus.

In Österreich arbeiten überproportional viele ausländische Arbeitskräfte teils illegal im Pflegebereich. Nur ein Bruchteil der illegal Beschäftigten konnte aufgrund der von der Bundesregierung gesetzten Maßnahmen rund um die 24-Stunden-Betreuung in die Legalität geführt werden.

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