Start der AKNÖ-Steuerrückholaktion: Jetzt anmelden!

Haneder kritisiert: "Freibeträge nützen nur Besserverdienern."

Wien (OTS/AKNÖ) - Zwischen 28. Februar und 4. Juni 2011 hilft die AKNÖ beim Steuerausgleich. Die Anmelde-Hotline für die Steuersparwoche: 05 7171-1551

"Von der Steuer kann fast jede oder jeder etwas abschreiben. Wichtig ist nur, es auch zu tun. Wir unterstützen die Menschen seit neun Jahren mit unserer Steuerrückholaktion", sagt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder. Von der Steuer abschreiben kann man zum Beispiel nachgekaufte Schulzeiten, den beruflich genutzten PC, Personenversicherungen, Kosten fürs Hausbauen oder die Kreditraten für Wohnraumschaffung.

Ungerechte Freibeträge: Dem einen bleiben 864 Euro, der anderen NICHTS

Fahrtkosten zum Arbeitsplatz und Kinderbetreuungskosten können auch von der Steuer abgesetzt werden - aber nur in Form von Freibeträgen, die sich nach der Höhe des Gehalts richten. So bleiben einem Angestellten, der 2.000 Euro Hortkosten für seine Tochter abschreibt, 864 Euro Steuerersparnis, einer Alleinerzieherin, die das auch tut, nichts. Warum? Der Mann verdient 2.850 Euro brutto, die Alleinerzieherin 850 Euro. "Wir brauchen ein besseres Modell mit steuerlichen Absetzbeträgen, das wird den kleineren Einkommen etwas bringen", sagt Präsident Haneder und verlangt:

  • Alleinverdienerabsetzbetrag für Pensionisten und gesundheitlich Beeinträchtigte: Seit 1. Jänner 2011 bekommen Familien ohne Kinder im Haushalt keinen Alleinverdiener-absetzbetrag (364 Euro). 200.000 Pensionistenhaushalte verlieren im Jahr 364 Euro. Gesundheitlich beeinträchtigten Partnern war und ist es ebenso unmöglich, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen.
  • Erhöhung der Negativsteuer auf 450 Euro für BezieherInnen geringer Einkommen (unter 1.205 Euro brutto), die keine Lohnsteuer bezahlen.
  • Reform des Pendlerpauschales: PendlerInnen mit Einkommen unter der Besteuerungsgrenze bekommen derzeit nur 11 Euro im Jahr mehr Pendlerzuschlag.
  • Der Verkehrsabsetzbetrag muss angehoben werden und mit Negativsteuerwirkung ausgestattet werden.

AKNÖ-Facebook-Kampagne: "Gib mir mein Formular zurück"

Jahrelang konnte man das Antragsformular zur Arbeitnehmerveranlagung von der Homepage des Finanzministeriums herunterladen. Damit ist Schluss. Weil man es nicht schafft, ein scanfähiges Formular als Download anzubieten, müssen die Menschen es jetzt persönlich vom Finanzamt abholen oder per Mail beantragen, um es postalisch (!) zugesandt zu bekommen. Unter dem Titel "Gib mir mein Formular zurück" hat die AKNÖ via Facebook eine Kampagne gegen das Finanzministerium gestartet. "Wir waren Vorreiter und sind große Befürworter von FinanzOnline, aber nicht jeder kann seinen Steuerausgleich via Internet machen. Diese sogenannte Verwaltungsvereinfachung bringt den Bürgern nichts außer weniger Kundenservice", kritisiert AKNÖ-Direktor Helmut Guth.

Alle Termine und Informationen finden Sie auf noe.arbeiterkammer.at/steuer.

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