Wiener Tierschutzverein fordert Aus für Schweine-Kastenstände

Appell an Bundesminister Stöger

Wien (OTS) - In Österreich steht ein Großteil der so genannten Zuchtsauen das ganze Leben lang in extrem beengenden Einzelkäfigen, den Kastenständen. Die hoch empfindlichen Tiere werden so zu einem Dasein in völliger Bewegungslosigkeit verdammt. Zurzeit wird eine Verordnungsnovelle in Sachen Kastenstände diskutiert.

Ab 2013 ist die Verwendung von Kastenständen in den ersten vier Wochen nach dem Befruchten und ab einer Woche vor dem Geburtstermin bzw. vier Wochen danach, also insgesamt an die neun Wochen erlaubt. "Das ist immer noch zu lange", so die Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins, Dr. Madeleine Petrovic, "und steht in Widerspruch zu § 16(1) und § 16(2) des Bundestierschutzgesetzes."

Dort heißt es: "Die Bewegungsfreiheit eines Tieres darf nicht so eingeschränkt sein, dass dem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden oder es in schwere Angst versetzt wird." bzw. "Das Tier muss über einen Platz verfügen, der seinen physiologischen und ethologischen Bedürfnissen angemessen ist."

Von der Landwirtschaft wird vielfach argumentiert, dass die Schweine ohne Kastenstände ihre Ferkel erdrücken würden. Dazu Petrovic: "Die Schweiz oder Großbritannien zeigen, dass es ohne Kastenstände geht. Es bedarf lediglich eines Managementplanes und ausreichend großer Ställe. Dass diese Verbesserung kurzfristig Geld kostet, ist klar. Langfristig lohnt sich die Investition alle Mal." Petrovic abschließend: "Mein Appell richtet sich an Alois Stöger. Herr Bundesminister, nützen sie die Novelle und machen Sie ein für alle Mal Schluss mit den tierquälerischen Kastenständen, die ein modernes Tierschutzgesetz ad absurdum führen!"

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Mag. Alexander Willer, Mobil: 0699/ 1660 40 30

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