Testmagazin Konsument: Aufbackgebäck - weit gereiste Semmeln

Der Großteil der Backwaren kommt aus Deutschland und Frankreich

Wien (OTS/VKI) - Aufbackgebäck ist nicht nur am Wochenende praktisch: Trotz langem Ausschlafen und spätem Frühstück braucht man auf warme und knusprige Weckerl nicht zu verzichten. Wie gut diese tatsächlich schmecken und wie hochwertig das Gebäck aus dem Tiefkühler bzw. aus der Kunststoffverpackung mit Schutzatmosphäre ist, hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) für die aktuelle Ausgabe des Testmagazins Konsument getestet. Insgesamt 19 Backwaren, darunter fünf Bioprodukte, wurden verkostet und im Labor untersucht. Das getestete Aufbackgebäck ist im Großen und Ganzen einwandfrei. Nur bei Grafschafter Baguette Brötchen von Lidl wurde in großem Ausmaß Schimmelbefall festgestellt. Die Bequemlichkeit hat aber ihren Preis - und der heißt u.a. Geschmack: Lediglich die getesteten Mehrkornbrötchen von Coppenrath & Wiese schmeckten dem Großteil der Verkoster ausgenommen gut. Auf wenig Gegenliebe stießen dagegen die aus Sauerteig gefertigten Brötchen von Biofournil. Das ist umso bedauerlicher, da diese Bio-Brötchen mit Herkunft Frankreich noch dazu weit gereist sind. Das gilt auch für viele andere Produkte: Der Großteil wird aus Deutschland geliefert. Nur die Semmeln von Anker und Fischer Brot sowie die Bio-Weizenweckerl von Natur aktiv kommen aus heimischer Produktion.

Als Zumutung - und das nicht nur für eine ältere Zielgruppe -entpuppte sich im Test häufig die Zubereitungsanleitung. VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck: "Die Schriften sind oft viel zu winzig oder vom transparenten Hintergrund kaum unterscheidbar. Dabei wäre es auch im Interesse der Unternehmen, Konsumenten nicht mit schwer findbaren und kaum lesbaren Zubereitungsanweisungen zu verärgern." Gut gelöst wurde dies nach Meinung unserer Testpersonen etwa bei den drei Erstgereihten im Test:
Coppenrath & Wiese, Natur pur (Spar) und Anker.

Aufbackgebäck verschimmelt - so wie auch Toastbrot - sehr leicht frühzeitig. "Meist sind beschädigte Verpackungen der Grund", erläutert Beck. "Bereits winzigste Risse können dazu führen, dass die Ware vorzeitig verdirbt. Am Besten schon beim Kauf auf Verletzungen der Verpackung bzw. Schimmelbelag achten."

Weitere Informationen zum Test gibt es unter www.konsument.at sowie in der Konsument-Märzausgabe. Fragen zum Thema Ernährung beantwortet der VKI auch unter der Hotline 0810 810 227 (Mo-Fr 9-15 Uhr, aus ganz Österreich Euro 0,0676/min), die in Zusammenarbeit mit dem Fonds Gesundes Österreich betrieben wird.

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Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
amorawetz@vki.at
www.konsument.at

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