FPÖ-Hofer veröffentlicht Beschwerdeschreiben an die Politik

Behinderte Menschen von Streichung der NOVA-Rückerstattung massiv betroffen

Wien (OTS) - In den vergangenen Wochen häufen sich die Beschwerdeschreiben von behinderten Menschen, die erst jetzt erfahren haben, dass durch die Regierungsparteien die NOVA-Rückerstattung ersatzlos gestrichen wurde. FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Norbert Hofer fordert die Bundesregierung auf, diese unsoziale Maßnahme sofort zurückzunehmen oder durch eine Mehrwertsteuerrückerstattung zu ersetzen.

Hofer: "Es ist ein großer Fehler, dass man ausgerechnet in diesem Bereich den Rotstift ansetzt. Stellvertretend für hunderte Briefe möchte ich einen anonymisiert veröffentlichen. Die Dame, die hier geschrieben hat, hat auch recht, wenn sie sagt, dass man in den Medien von den Protesten der Opposition bisher wenig gelesen hat. Vielleicht gelingt es nun, diese Belastungsmaßnahmen auch in der Öffentlichkeit zu thematisieren. Behinderte Menschen sind hier auch auf die Unterstützung der Medien angewiesen."

"Sehr geehrter Herr Behindertensprecher!

Seit ca. 25 Jahren leide ich an einer schweren rheumatischen Erkrankung. Durch meine körperliche Beeinträchtigung musste ich im Jahre 1999 in die Invalidenpension gehen. Ich bin dauernd gehbehindert (besitze den § 29 Ausweis) und mein Auto ist somit mein Draht zur Außenwelt. (Ich wohne am Land und der nächste Bahnhof bzw. Bushaltestelle ist 20 min entfernt.)

Leider musste ich nun erfahren, dass bei der "sozialen"-Reform unter der Regierung Faymann/Pröll die Rückerstattung der NOVA abgeschafft wurde. Zum Ausgleich hat man den monatlichen Betrag zur Abschreibung eines KFZ beim Jahresausgleich erhöht. Ehrlich gesagt frage ich mich, ob die Herren Politiker glauben, dass unsere Körperbehinderung auch unser Denkvermögen beeinträchtigt. Mit einer durchschnittlichen Invalidenpension zahlt man nämlich keine Lohnsteuer (!!!), somit kann man auch nichts mehr beim Jahresausgleich zurückbekommen. Ein riesiges Einsparungspotential, oder?

Nicht nur, dass die steigenden Benzinkosten (Erhöhung der Mineralölsteuer) ein Loch ins Geldbörserl machen. Nein, nun macht man es Menschen, die auf ein Auto angewiesen sind, auch noch schwer, ein neues ("verbraucharmes") Auto zu finanzieren. Ich kann nicht verstehen, warum sich niemand für uns (Menschen mit Beeinträchtigungen) einsetzt. Unser Leben ist nicht gerade einfach zu meistern. Auch Ihre "Gegen"-Stimme konnte ich in der Öffentlichkeit nicht vernehmen? Kein einziger Medienbericht ist mir darüber in Erinnerung. WARUM nur? Oft habe ich das ungute Gefühl, dass wir Behinderte für Politiker nur eine Möglichkeit sind am 24. Dezember bei Licht ins Dunkel im Fernsehen alles schön und lieb zu reden?"

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