Österreich ist out (von Daniela Gross)

Ausgabe 22. Feb. 2011

Klagenfurt (OTS) - Ein Fünftel weniger Einbürgerungen, dreißig Prozent weniger Asylanträge: Österreich ist out. Freilich: die dunkelblaue gegen-Einwanderung- und gegen-alles-Fraktion könnte argumentierten, dass das Fünftel weniger nach der Flut von Einbürgerungen der letzten Jahre trotzdem noch zu viel ist. Aber zurück zu den Tatsachen: Österreich hat sich in den letzten Jahren konsequent den Ruf erarbeitet, dass Ausländer hier nicht sehr willkommen sind, dass es für sie sehr unbequem werden kann. Österreich hat die Grenzen dicht gemacht. Und weil man damit nicht nur jene ferngehalten hat, die man nicht wollte, sondern auch jene, die man gebraucht hätte, stehen wir jetzt dumm da. Niemand muss sich wundern, wenn wir bis 70 arbeiten müssen, um das Pensionssystem zu finanzieren, weil wir wollten ja keinen haben, weil wir san wir. Noch ist es nicht zu spät. Aber dafür müsste die Fremdenrechtsnovelle zurück an den Start - und wir bleiben derweil weiter out. Aber diese Zeit hamma eigentlich gar nicht.

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