Kadenbach: Legehennen-Richtlinie fristgerecht umsetzen

EU soll österreichischem Beispiel folgen und Bodenhaltung anstreben

Wien (OTS/SK) - Heute, Montag, haben sich die Agrarminister der EU auf eine Beibehaltung der Frist bei der Legehennen-Richtlinie geeinigt. "Es ist erfreulich, dass die Agrarminister nicht den Forderungen von Ländern wie Polen, Rumänien und Bulgarien nachgekommen sind, einen Aufschub um fünf Jahre bis 2017 zu gewähren", so die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Lebensmittelsicherheit und Volksgesundheit. Bereits 1999 hat die Kommission die Haltung von Legehennen in nicht adäquat ausgestalteten Käfigen untersagt und eine Übergangsfrist bis 1. Jänner 2012 eingeräumt. "Die Mitgliedstaaten hatten mehr als genug Zeit, ihre Landwirtschaft entsprechend umzurüsten und die Tierquälerei in den Legebatterien zu vermindern", betont Kadenbach im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. *****

Auch das EU-Parlament hat sich im Dezember 2010 gegen eine Verlängerung der Frist ausgesprochen, erläutert Kadenbach. Die zeitgerechte Umsetzung der Richtlinie sei einerseits im Sinne des Tierschutzes, andererseits würden dadurch auch Wettbewerbsverzerrungen verhindert. "Jene Länder, die die Richtlinie bereits umgesetzt haben, können nicht so billig produzieren, wie jene, die säumig sind", unterstreicht die EU-Abgeordnete, es sei daher ein Gebot der Fairness, dass die Richtlinie rasch in ganz Europa umgesetzt werde.

Konkret sieht die Richtlinie vor, dass die Käfige für Legehennen um Scharrraum, Nest und Sitzstange erweitert werden müssen, um Verbesserungen im Vergleich zu den herkömmlichen Legebatterien zu erzielen. "Österreich hat im Bereich der Legehennen vorbildlich gehandelt. Seit 2009 ist nur mehr Boden- und Freilandhaltung erlaubt", sagt Kadenbach. Es wäre wünschenswert, dass die EU nun den nächsten Schritt macht und dem österreichischen Beispiel folgt und europaweit die Bodenhaltung anstrebt, so die SPÖ-Politikerin. (Schluss) sa/mp

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