Schwentner: Statt verpflichtender Quote kommt zahnlose Absichtserklärung

Grüne fordern gesetzliche Quotenregelung

Wien (OTS) - "Eine ernstzunehmende Quotenregelung muss weit über eine simple Absichtserklärung hinausgehen. Hätten SPÖ und ÖVP die Frauenförderung in der Vergangenheit ernst genommen, dann könnte der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der staatsnahen Unternehmen schon längst bei 40 Prozent liegen. Es ist eigentlich traurig, dass wir nun mit großem 'Trara' wieder nicht mehr als eine vom Ministerrat abgesegnete Absichtserklärung zu hören bekommen werden", meint Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, zu der schleppenden Umsetzung von Frauenquoten. Genau jene Personen, die bisher auf freiwilliger Basis nicht viel weiter gebracht haben, wollen uns nun weismachen, dass sie es diesmal wirklich ernst meinen mit der Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten. Doch letztlich ist eine Selbstverpflichtung eine zahnlose Absichtserklärung.

"Nur eine gesetzlich verankerte Quote für Aufsichtsratsgremien mit Sanktionen bei Nicht-Erfüllung hat Erfolg, wie das Beispiel Norwegen zeigt. Wir brauchen für alle börsennotierten Unternehmen verpflichtende Quoten und zwar rasch. Denn Studien zeigen, dass mehr Frauen in den Führungsetagen nicht nur dem einzelnen Unternehmen mehr Gewinn bringen, sondern das Wirtschaftswachstum insgesamt positiv beeinflussen", erläutert Schwentner.

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