Windbüchler zu Jugendwohlfahrt: Aktueller Entwurf ist nicht das Gelbe vom Ei

Grüne für Rechtsanspruch auf Leistungen

Wien (OTS) - "Der Schutz von Kindern und Jugendlichen, egal wo in Österreich sie leben, muss oberste Priorität sein und als gesamtstaatliche Aufgabe anerkannt werden. Außerdem muss gewährleistet sein, dass MitarbeiterInnen der Jugendwohlfahrt nicht nur Feuerwehr in Akutfällen spielen, sondern wirklich langfristig und präventiv Familien, Kinder und Jugendliche betreuen können. Das kostet Geld und braucht verpflichtende einheitliche Standards über Bundeslandgrenzen hinweg", erklärt die Kinder- und Jugendsprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler-Souschill, zur halbherzigen Einigung der Länder mit dem Bund bezüglich des aktuellen Entwurfs des Bundes-Kinder- und Jugendhilfegesetzes, der genau das nicht vorsieht.

"Der aktuelle Entwurf ist gegenüber dem ersten Entwurf verwässert. Ein wichtiger Teil der Sozialen Arbeit, nämlich Prävention, kommt im nunmehrigen dritten Entwurf nicht mehr vor. Hilfe für junge Erwachsene über das 18. Lebensjahr hinaus wird nur in Ausnahmefällen eingeräumt und das so wichtige 4-Augen-Prinzip war im ersten Entwurf als verpflichtend vorgeschrieben, im dritten Entwurf nur mehr mit dem Wort "tunlichst" versehen", kritisiert Windbüchler-Souschill.

Der tatsächliche und praktisch umsetzbare Rechtsanspruch auf Leistungen und die gesetzlich verankerten Verbindlichkeiten sind für die Grünen das Um und Auf für ein nachhaltiges Gesetz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. "Bei einem tatsächlichen Rechtsanspruch würden endlich der Jugendwohlfahrt genügend personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Das Kinderrecht auf Schutz vor Gewalt muss im Mittelpunkt stehen und Ziel eines bundesweiten Kinder- und Jugendhilfegesetzes sein", erklärt Windbüchler-Souschill.

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