LR Ragger: Schutz für unsere Kinder und Jugendlichen

Kärnten stimmt geplantem Kinder- und Jugendhilfegesetz zu

Klagenfurt (OTS/LPD) - Kärntens Sozialreferent LR Christian Ragger signalisierte heute, Montag, nach dem Bund-Ländergespräch bei Familienstaatssekretärin Verena Remler Zustimmung zum geplanten Kinder- und Jugendhilfegesetz: "Kärnten wird sich mit der Zustimmung zu diesem Gesetz seiner besonderen Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Jugendlichen bewusst." Das derzeit geltende Jugendwohlfahrtsgesetz sei 22 Jahre alt und bedürfe dringend einiger Ergänzungen. Für Ragger ist der von Remler vorgelegte Entwurf ein akzeptabler Kompromiss.

Zwei Dinge sind für Ragger wesentlich. Erstens das Vier-Augen-Prinzip bei der Abklärung der sensiblen und schwierigen Frage, ob ein Kind aus einem problematischen Elternhaus genommen werden muss. "Das ist für die Sozialarbeiter immer eine Gratwanderung und wir müssen ihnen diese Last ein wenig erleichtern, indem eine zweite Fachmeinung vorgesehen wird", betonte Ragger. Natürlich werde das etwas kosten. Er werde jedenfalls versuchen, die nötigen Mittel, rund 500.000 Euro, in Kärnten durch Umschichtungen im 45-Millionen-Budget der Jugendwohlfahrt aufzubringen.

Der zweite bedeutende Punkt sei die bessere Vernetzung der Jugendwohlfahrtsbehörden mit Schule, Kindergarten und Exekutive. "Wenn es um das Wohl der Kinder geht, müssen wir festlegen, wie Mitteilungen zu erfolgen und nach welchem Muster diese zu erstatten sind", so Ragger. Es sei unabdingbar, dass jene Sozialarbeiter, die mit der Gefährdungsabklärung betraut sind, auch umfassenden Zugang zu allen relevanten Informationen und Daten erhalten. "Kinderschutz muss hier klar vor Datenschutz stehen", lautet die Linie des Sozialreferenten.
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