FPÖ-Karlsböck: ELGA - Stöger hat eine "Null" verloren

Elektronische Gesundheitsakte wird zum Mega-Flopp

Wien (OTS) - "Offenbar hat Gesundheitsminister Stöger bei der Präsentation der ELGA (Elektronische Gesundheitsakte) eine Null unter den Tisch fallen lassen", sagte heute der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas Karlsböck, der daran erinnerte, dass vor knapp einem Jahr noch Kosten von 300 Millionen Euro für die Basis-Infrastruktur und 150 Millionen Euro für die laufenden Betriebskosten kolportiert wurden.

"Die von Stöger genannten 30 Millionen Euro können daher nur falsch sein", so Karlsböck, der zudem kritisierte, dass bereits seit fast 10 Jahren an der elektronischen Gesundheitsakte herumgebastelt werde, ohne zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen. Parallell dazu gebe es seit Jahren private Anbieter, die ein ähnliches System erfolgreich, gemeinsam mit heimischen Versicherungen betreiben würden. Dies allerdings gratis für den Benutzer, so Karlsböck, der den begründeten Verdacht hat, dass das Gesundheitsministerium versuche, das Rad neu zu erfinden. Allerdings dürfte es ein goldenes Luxusrad werden, so Karlsböck.

Der von Stöger vorgelegte ELGA-Begutachtungsentwurf sei jedenfalls so gut wie unbrauchbar, so Karlsböck, der von einem drohenden Mega-Flopp sprach. Es sei ein völliger Nonsens eine elektronische Gesundheitsakte einrichten zu wollen, auf den nicht alle patientenrelevanten Daten gespeichert seien. "Ich frage mich wo da die Verbesserung zum Status Quo sein soll", so Karlsböck. Schließlich gebe es bereits heute unvollständige Patientendaten, diese allerdings billiger, so Karlsböck ironisch.

Ein weiterer Kritikpunkt, so der freiheitliche Ärztesprecher, sei die räumlich eingeschränkte Zugangsmöglichkeit zur ELGA. So wie das geplant sei, könne die Akte nur in Österreich eingesehen werden, was einen deutlichen Nachteil zu den alternativ angebotenen Gratis-Systemen darstelle, die seit Jahren erfolgreich angewandt würden. "Die Stöger-ELGA kostet mehr, kann weniger und ist zudem noch unvollständig", fasste Karlsböck den Schildbürgerstreich auf Steuerzahlerkosten zusammen.

"Wenn schon eine sündteure ELGA, dann sollte sie auch eine Verbesserung des bestehenden Systems bringen und die Sicherheit der Patienten erhöhen", forderte Karlsböck, der Stöger empfahl seinen Entwurf zu überarbeiten. "Derzeit bringt das System nur Kosten aber keinen Nutzen", so Karlsböck.

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