GPA-djp-Katzian: Strukturveränderungen in Medienbranche nicht auf dem Rücken der Beschäftigten

Kündigung von älteren Beschäftigten beim Kurier widerspricht gesamtgesellschaftlichen Zielvorstellungen

Wien (OTS/ÖGB) - "Die geplanten Personalabbaumaßnahmen bei der Tageszeitung Kurier sind sicher nicht geeigent, den strukturellen Veränderungen in der Medienbranche zu begegnen. Einsparungen primär bei den Beschäftigten und noch dazu bei älteren Beschäftigten sind kein adäquater Weg, um die Zukunft des Qualitätsjournalimsus in Österreich zu sichern. Er widerspricht auch dem gesamtgesellschaftlichen Ziel, Beschäftgte länger im Arbeitsprozess zu halten. Diese immer noch von vielen Unternehmen praktizierte Praxis wurde nicht zuletzt auch in der betroffenen Tageszeitung zu Recht kritisiert. Was man gesellschaftspoltisch einfordert, sollte man im eigenen Konzern auch so halten", erklärt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Wolfgnag Katzian.

"Vom Verband österreichischer Zeitungen (VÖZ) als kollektivvertraglichem Verhandlungspartner erwarten wir aus gegebenem Anlass, endlich gemeinsam mit den JournalistInnen in der GPA-djp an vernünftigen und sozial ausgewogenen Absicherungen im Arbeits- und Sozialrecht zu arbeiten, wie sie nur durch flächendeckende Kollektivverträge für die Bechäftigten der
Medienbranche zu erreichen sind. Die Nivellierung von Arbeitsbedingunen und Gehalt nach unten, z.B. durch ständige Ausgliederungen von Unternehmensteilen schadet letztendlich der gesamten Branche ", so Katzian.

Ebenso kritisiert Katzian die in der Medienbranche noch immer völlig zu Unrecht angebotenen freien Dienstverträge, denn zumeist handle es sich um eindeutige Dienstverhältnisse. Diese rechtswidrige Praxis sei endlich abzustellen.

"Von der Kurier-Geschäftsführung erwarte ich, dass die vorgelegten Maßnahmen mit dem Betriebsrat der Zeitung weiter verhandelt und überdacht werden. Beschäftigte und Betriebsrat können jedenfalls auf die volle Unterstützung der GPA-djp zählen", so Katzian abschließend.

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