Kommissarin Reding: Frauenquoten als Krücke, damit wir in Europa weiterkommen

Heinisch-Hosek freut sich über Rückenwind aus Europa was Frauen in Führungspositionen anlangt

Wien (OTS) - "Ich sehe Frauenquoten als Krücke, damit wir in
Europa weiterkommen. Damit wir einen Schritt weitergehen in Sachen Gleichstellung", sagte die Vizepräsidentin der EU-Kommission Viviane Reding im Anschluss an ein gemeinsames Gespräch mit der österreichischen Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Sie werde daher am 1. März mit den CEOs großer Firmen - darunter auch zwei österreichische Unternehmen - zusammenkommen, um mit ihnen in einer ersten Etappe Strategien zu besprechen, um die Anzahl der Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Träfen sie keine Entscheidungen, die nachvollziehbar und kontrollierbar seien und ändere sich nichts, dann müssten im nächsten Jahr gesetzliche Maßnahmen ergriffen werden.

"Ich freue mich sehr über den Rückenwind aus Europa was Frauen in Führungspositionen anlangt", ergänzte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Denn es gehe nicht nur um Gleichstellung, sondern auch darum, die wirtschaftlichen Möglichkeiten und die Talente, die Frauen mitbringen, auch nutzen zu können. Denn man wisse, dass große Unternehmen mit einer gleichen Anzahl von Frauen und Männern in der Führungsebene bessere Ergebnisse brächten, so Reding und Heinisch-Hosek unisono.

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek verwies auch auf eine von ihr in Auftrag gegebene, brandaktuelle Umfrage unter 1.500 Personen zum Thema Quote. Aus der Studie gehe hervor, dass die Hälfte aller Frauen über alle Altersgruppen hinweg für eine verpflichtende Quote in Aufsichtsräten seien. Und umso jünger die Frauen, desto mehr seien sie für Frauenquoten im Gesetz. "Diese Umfrage werde ich auch an Wirtschaftsminister Mitterlehner herantragen, damit wir bei unseren Verhandlungen zu einem Quotenstufenplan einen nächsten Schritt in Österreich gehen können", so Heinisch-Hosek.

Ein zweites wichtiges Thema im Gespräch zwischen Kommissarin und Frauenministerin war die Bekämpfung der Einkommensschere. "Daher freue ich mich auf die Transparenzmaßnahme, die die österreichische Regierung getroffen hat, um dem großen Lohngefälle in Österreich beizukommen", meinte Viviane Reding. "Ich bin sehr stolz, dass ich Kommissarin Reding heute berichten konnte, dass wir ab 1. März Unternehmen gesetzlich verpflichten werden, die durchschnittlichen Einkommen von Frauen und Männern betriebsintern offen zu legen. Das ist ein erster großer Schritt in Richtung gerechte Bezahlung", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek abschließend.

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Dr.in Julia Valsky
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: 01 531 15-2149
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