ÖH-Salzburg zur Google-Mail-Kontroverse an Uni

ÖH fordert Sachlichkeit in emotionaler Debatte

Salzburg (OTS) - Für heftige Kritik sorgte die Umstellung des Mailsystems der Uni Salzburg auf G-Apps-Education von Google. Allerdings vermischen sich in der Berichterstattung sachliche Einwände mit abstrusen Mythen und Gerüchten. Die HochschülerInnenschaft (ÖH) an der Universität Salzburg möchte dazu nachfolgend Stellung beziehen:

Hintergrund der Causa ist die studentische Forderung nach einer Verbesserung des universitären Mailsystems, die auch im Zuge der Bildungsproteste erhoben wurde. Die ITServices der Universität Salzburg prüften daraufhin verschiedene Angebote, etwa von Microsoft, IBM und Google. Die Universität trat mit G-Apps als favorisierte Lösung an die ÖH heran. Diese wird von den Grünen & Alternativen StudentInnen (GRAS) und Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) geführt. Tatjana Markl vom ÖH-Vorsitzteam: "Wir stellten mehrere Bedingungen, insbesondere umfassenden Datenschutz, Werbefreiheit, Info-Veranstaltungen im Vorfeld und die Beschränkung auf eine einjährige Testphase, sowie eine Evaluierung". Die Universität akzeptierte die geforderten Voraussetzungen. "So lange diese Punkte eingehalten werden steht die ÖH-Salzburg hinter dieser Vereinbarung zur Probephase", ergänzt Markl.

Bereits seit September wurden regelmäßig Informationen an alle 17.000 Studierenden ausgesandt, worauf es in etwa ein Dutzend negativer Rückmeldungen gab. Erst nach der Umstellung häuften sich die Beschwerden. "Die ÖH-Salzburg nimmt die Bedenken der Studierenden ernst und wird keinerlei Verletzungen des Datenschutzes akzeptieren, das ist klar", erklärt Svjetlana Vulin vom Vorsitzteam. "Die laufende Unterschriftenaktion der KritikerInnen zeigt, dass das Thema vielen Studierenden ein Anliegen ist."

Um alle offenen Fragen zu klären, Alternativen zu diskutieren und Fehlinformationen zu berichtigen ist für März eine Diskussionsveranstaltung geplant, zu der alle Studierenden eingeladen werden. An dieser werden unter anderem VertreterInnen der IT-Services, der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, von Google, sowie der ÖH-Salzburg teilnehmen. "Google hat sich vertraglich verpflichtet, definitiv keine personenbezogenen Daten für zielgruppenorientierte Werbung oder sonstige Zwecke zu verwenden", hält Markl weiters fest. "Studierende können weiterhin auch ohne G-Apps auf Studiendokumente, wie Studienbestätigungen und Zeugnisse zugreifen. Die E-Mail Benachrichtigung über neu eingetragene Noten kann jederzeit deaktiviert werden."

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