Seniorenbund zur Pensionsdebatte: Hundstorfers heutige Aussage gibt Anlass zu Hoffnung

Becker: Schlupflöcher schließen. Länger arbeiten möglich machen.

Wien (OTS) - Zu der neu aufgeflammten Pensionsdebatte hält Heinz
K. Becker, Generalsekretär des Österreichischen Seniorenbundes, fest:

"Wir Seniorenvertreter begrüßen, dass Sozialminister Hundstorfer unsere Meinung teilt: Die Anhebung des tatsächlichen Pensionsantrittsalters hat oberste Priorität. Daher müssen alle Schlupflöcher für ungerechtfertigte Frühpensionierung geschlossen und länger arbeiten möglich gemacht werden. Im Zuge des Budgetbegleitgesetzes wurden mit der Einführung von "Rehabilitation vor I-Pension" und mit den Veränderungen bei der so genannten Hackler-Regelung schon erste gute Schritte gesetzt. Und aus demselben Grund tagt schon bald die große Sozialpartnerrunde mit dem Sozialminister, wo man weitere Maßnahmen in dieser Richtung finden wird - viele beachtenswerte Vorschläge liegen auf dem Tisch."

Zur Pensionskommission generell:

"Wir Seniorenvertreter haben schon im Herbst festgehalten, dass im Zuge der Erstellung des neuen Langfristgutachtens so wie schon im Gutachten 2008 auch die Zahlen des öffentlichen Dienstes mit eingearbeitet werden müssen. Eine Betrachtung ohne diesen großen Teil wäre ein Schildbürgerstreich, weil dies sofort eine völlig andere Kostenentwicklung darstellt, nämlich eine relativ ausgeglichene. Und für die Zukunft muss auch diskutiert werden, wie man diese Kommission und ihre Arbeit effizienter gestalten kann", so Becker weiter.

Zum Langfristgutachten generell:

"Eine Prognose für einen Zeitraum von fast 50 Jahren ist immer schwierig, weswegen es besonders wichtig ist, hier auch ein gewisses Fingerspitzengefühl zu beweisen. Weder die Panik-Aussage "Tickende Zeitbombe" oder "Kostenexplosion" noch die Beschwichtigungs-Meinung "Alles in Butter" werden hier wohl am Ende stehen können. Die Wahrheit liegt mit Sicherheit dazwischen", weist Becker auf die Notwendigkeit einer profunden Bewertung der vorhandenen Daten und den daraus resultierenden Reformzwang hin.

Zu den Reformvorschlägen:

"Wir Seniorenvertreter haben dazu völlig klar festgehalten:
Schließen aller Schlupflöcher im Pensionssystem und Abschaffung überlebter Privilegien. Alles tun, damit Menschen bis zum gesetzlichen Pensionsantrittsalter arbeiten können und dürfen - mit Betonung auf den letzten drei Worten! Weitere Harmonisierung der Pensionssysteme - also "ASVG für alle" und zwar konsequent und rascher als bisher geplant. Es wäre völlig grotesk, wenn Menschen mehr Beiträge zahlen oder weniger Pension kriegen sollen, nur weil die Politik es zuvor nicht geschafft hat, die Ungerechtigkeiten zu beseitigen", stellt Becker abschließend klar.

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Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler, 0650-581-78-82; skofler@seniorenbund.at, www.seniorenbund.at

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