AK-Präsident Kalliauer: Altersvorsorge wird nicht durch "Horrorszenarien" gesichert - Prognosen des IHS sind zweifelhaft

Linz (OTS) - "Die zweifelhaften Prognosen des IHS zur Zukunft der Pensionen haben anscheinend nur einen Sinn, nämlich die Menschen beunruhigen", ist AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer empört. "Denn die Verdoppelung des Bundesbeitrages für die Pensionen bis 2060 ist kein Horrorszenario, sondern muss man im Lichte des Bruttoinlandsproduktes sehen. Das steigt im gleichen Zeitraum um das Dreifache!"

"Die Verdoppelung des Bundesbeitrages ist keine Horrorzahl, wie das IHS vortäuschen will, und bedeutet auch nicht, dass das staatliche Pensionssystem unfinanzierbar wird", pocht Kalliauer auf eine seriösere Vorgangsweise des IHS. Anhand der eigenen Prognosen müsste dem IHS eigentlich klar sein, dass diese Entwicklung kein Alarmsignal, sondern ein Beweis für gerechte Verteilungspolitik ist. Der Verdoppelung des Bundesbeitrages ist nämlich die Verdreifachung des BIP bis 2060 gegenüberzustellen.

Angesichts des beklagten frühen Pensionsantrittsalters sind in erster Linie die Unternehmer/-innen in die Pflicht zu nehmen, so AK-Präsident Kalliauer. Sie können durch attraktive Arbeitsbedingungen, rechtzeitige Fortbildungsmaßnahmen und wertschätzenden Umgang den Verbleib älterer Arbeitnehmer/-innen im Beruf entscheidend beeinflussen. Um einen höheren Anteil an älteren Beschäftigten zu erreichen, schlägt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer höhere Sozialversicherungsbeiträge für Unternehmer/-innen, die sich vor der Beschäftigung Älterer im entsprechenden Ausmaß drücken, vor.

Die Unternehmer/-innen haben sich aber auch um den Gesundheitszustand der Arbeitnehmer/-innen zu kümmern. Die Gesundheitsförderung und die Gesundheitsprävention am Arbeitsplatz müssen ausgebaut werden.

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