Presseaussendung der Bundessektion Landesanstalten und Betriebe

Linz (OTS) - Die Pflege braucht dringend mehr Personal -
Einrichtung eines Pflegefonds überfällig! Regierung sieht keine zusätzlichen Mittel für Personalaufstockung in den Alten- u. Pflegeheimen vor!

Der Vorsitzende der Bundesvertretung 9 - Landesanstalten und Betriebe in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst Johann Hable -fordert die Bundesregierung dringend auf, mehr Geld für die Pflege zur Verfügung zu stellen.

Der Streit um die Form der Finanzierung des Pflegefonds darf nicht im Vordergrund stehen. Eine wesentliche finanzielle Aufbesserung ist von Nöten.

Auch eine Kompromissvariante, die sich zur Bildung eines Pflegefonds anbietet bzw. ein Solidarzuschlag für Spitzenverdiener ab 250.000 Euro jährlich könnten für eine Lösung herangezogen werden.

Es ist nicht länger tragbar, dass unter den knappen Personalressourcen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weit über die Grenze der Zumutbarkeit hinausreichend belastet werden. Die Folge sind Burn-out-Erkrankungen und/oder Berufsausstieg beim Pflegepersonal.

Wir fordern daher die Bereitstellung eines Pflegefonds aus Bundesmitteln, worin

a) mehr Pflegepersonal für die Alten- u. Pflegeheime finanziert wird b) Schaffung von mehr Kurzzeit-Pflegebetten zur Entlastung pflegender Angehöriger c) Ausbau der extramuralen Pflege und Betreuung d) Verdoppelung der derzeitigen Ausbildungskapazitäten für Pflegeberufe e) bessere Bezahlung der Pflegekräfte

Derzeit werden beim Sozialministerium neue Formen der Pflegefinanzierung angedacht. Es ist notwendig, dass den Sozialpartnern, insbesondere den zuständigen Gewerkschaften ein Mitwirkungsrecht eingeräumt wird.

Auch die finanziellen Mittel aus dem AMS-Finanzierungs-Topf für Arbeitssuchende sollen für die Ausbildung von mehr Pflegepersonal herangezogen werden.

Auf Grund der rasant ansteigenden Pflegefälle sind Sofortmaßnahmen dringend notwendig!

Die Regierung arbeitet an einer Pflegefinanzierung neu. Der Vorsitzende der Bundesvertretung Johann Hable kritisiert, dass keine zusätzlichen finanziellen Mittel für die Aufstockung des Personals in Alten- und Pflegeheimen, sowie Behinderteneinrichtungen vorgesehen sind.

Wir lassen uns nicht bieten, dass wir bei der Neufinanzierung der Pflege durchfallen. Die neuen finanziellen Mittel sollen nach Ansicht der Regierung ausschließlich zur finanziellen Entlastung der Gemeinden und Länder führen.

Das Personal in den Alten- und Pflegeheimen wird damit zur Pflege 2. Klasse degradiert. Hable: Ich fordere Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Dr. Pröll auf, bei der Gestaltung der "Pflege neu" (Geld aus den Bundesmitteln) die dringend notwendige Pflegepersonalaufstockung zu berücksichtigen.

Mit gewerkschaftlichen Grüßen!

Rückfragen & Kontakt:

Johann Hable
Vorsitzender der Bundesvertretung 9
Bundesvertretung Landesanstalten und Betriebe
Gewerkschaft Öffentlicher Dienst
Tel.: 0664/24 35 335

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