Pacher-Appell: "In Ortstafelfrage nicht weiter Emotionen schüren!"

WK-Präsident verlang Rückkehr zu einem von Vernunft und Lösungswillen geprägten Gesprächsklima.

Klagenfurt (OTS) - Als "bedauerlich unprofessionell" bezeichnete heute Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher die zum Teil künstliche Erregung um einen Vorschlag der drei Volksgruppenorganisationen bezüglich der Zahl der zweisprachigen Ortstafeln. Innerhalb der in Österreich sehr erfolgreichen Sozialpartnerschaft sei es nicht die Ausnahme, sondern die Regel, dass ein Verhandlungspartner mit sehr optimistischen, der andere mit restriktiven Positionen in die Gespräche eintreten würde. Pacher:
"Die Gewerkschaft verlangt fünf Prozent Lohnerhöhung, die Arbeitgeber bieten 1,5 - und abgeschlossen wird bei drei. Da braucht man nicht empfindlich zu sein, denn Forderungen sind in Verhandlungen durchaus legitim, ebenso wie deren Ablehnung."

Pacher appellierte daher an alle Beteiligten, besonders aber an "heimattreue" Organisationen, nicht mutwillig Emotionen zu schüren und sich nicht vorzeitig auf Standpunkten einzubetonieren, die den Verlauf der Verhandlungen behindern würden: "Unsere Nachbarn beobachten uns genau. Sich Botschaften und Befindlichkeiten über die Medien auszurichten, hat ganz unabhängig vom Thema noch selten eine Lösung erleichtert. Ich rufe alle an einer Beendigung dieses jahrzehntelang unbefriedigenden Zustands interessierten Personen auf, die Aufgeregtheit abzulegen und in aller Ruhe wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren."

Zu bedenken gibt Pacher auch, dass bisherige Lösungsvorschläge wie etwa jener des damaligen Bundeskanzlers Schüssel mit 158 zweisprachigen Ortstafeln immer eine Öffnungsklausel enthalten hätten, die nunmehr diskutierten Varianten aber nicht. "Die Bevölkerung erwartet sich zurecht, dass mit einer Einigung das Thema ein für allemal erledigt ist. Das sollte uns bei einem Kompromiss auch durchaus etwas wert sein", betonte Pacher.

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