FPÖ: Walter Rosenkranz: SPÖ-Bildungsvolksbegehren in der Warteschleife

Androsch bleibt auf Forderungen sitzen

Wien (OTS) - Wer erinnert sich noch an "Bildung ist Zukunft"? Angesichts der Ankündigung von Hannes Androsch, sein Bildungsvolksbegehren nun statt im Juni erst Ende September 2011 abzuhalten, zeigt sich FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz erstaunt: "Die Angelegenheit entwickelt sich mehr und mehr zu einem veritablen Rohrkrepierer. Anscheinend ist Androsch selbst nicht mehr sehr stark von seinem 'Anliegen' überzeugt." Schon im November 2010 wurde von Androsch lauthals eine Initiative namens "Bildung ist Zukunft" angekündigt, die endlich Taten statt Worten bringen sollte. "Inzwischen hat man sogar schon einmal den Namen gewechselt in 'Österreich darf nicht sitzenbleiben', ansonsten aber nur viel heiße Luft produziert", so Rosenkranz über Androsch' beredtes Schweigen.

Wie schon im Herbst 2010 vorherzusehen war, orientiert sich der Volksbegehrenstext hauptsächlich an den bildungspolitischen Eckpfeilern der SPÖ, etwa einer alternativenlosen Gesamtschule. Wohin die Gesamtschule führe, zeige eine Auswertung der Kooperativen Mittelschule (KMS) durch das "Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens" (bifie), wonach das Ausbildungsniveau von KMS-Schulabgängern jenem von Hauptschülern der dritten Leistungsgruppe entspreche. Die KMS unterscheidet sich von der Neuen Mittelschule nur darin, dass sie neben sich auch andere Schultypen als Alternativen akzeptiert.

Besonders bemerkenswert sei die Aussage Androsch' zum Thema Gesamtschule im Text des Volksbegehrens: "Die Nebelwerfer-Argumentation, man müsse nicht Wortklauben scheint für einen Wirtschaftsboss eher seltsam. Ob Androsch Verträge in seinem Unternehmen auch so locker und oberflächlich unterschreibt, darf angezweifelt werden. Die Österreicher will man angesichts des drohenden Flops aber für dumm verkaufen", so Rosenkranz.

"Punkte, die dem Koalitionspartner ÖVP wichtig sind, wurden hingegen als nebensächlich abgetan und unter den Tisch fallen gelassen." Sollte Androsch seine tatenlose Geschäftigkeit allerdings im derzeitigen Tempo fortsetzen, dann könnten die Wählerinnen und Wähler über sein Sammelsurium linker Bildungsideen direkt an den Wahlurnen abstimmen. "Manche Medien haben im Zusammenhang mit dem Androsch-Volksbegehren bereits von einem Begräbnis erster Klasse gesprochen, es sieht aber ganz danach aus, als würde nur mehr ein Begräbnis zweiter Klasse dafür rausschauen", schließt Rosenkranz.

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