IFEU-Studie - Bayr übt Kritik wegen mangelnder Vergleichbarkeit

6.000 Arbeitsplätze durch Mehrwegabfüller geschaffen oder gesichert - Kleine Gemeinden leiden unter Entsorgungskosten für Einweggebinde

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr übt Kritik an der präsentierten IFEU-Studie zum Thema Ökobilanz von Getränkeverpackungen. "Nach einem ersten Blick auf die Zusammenfassung sticht ins Auge, dass darauf verzichtet wurde, für Vergleichbarkeit zu sorgen", so Bayr am Freitag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. Flaschen unterschiedlicher Materialien und Volumina wurden in der Studie gegeneinander abgewogen. Die SPÖ-Umweltsprecherin fordert von Umweltminister Berlakovich Konzepte zur Steigerung des Mehrweganteils bei Getränkeverpackungen. ****

"Minister Berlakovich ist seitens des Parlaments durch einen Entschließungsantrag aufgefordert, bis Mitte des Jahres einen konkreten Vorschlag auf den Tisch zu legen, wie der Mehrweg-Anteil bei Getränkeverpackungen wieder steigen kann", so Bayr.

Bei der Bewertung von Verpackungen seien eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen: Rohstoffeinsatz und Energie in der Produktion ebenso wie Säuberung und Transportwege. Auch der Arbeitsplatzeffekt, der durch kleine, regionale Getränke-Erzeuger und -Abfüller entstehe, ist von großer Bedeutung. "Experten-Schätzungen gehen davon aus, dass durch Mehrwegabfüller etwa 6.000 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert werden", so Bayr.

Auch Dosen als Getränkeverpackungen wurden in der Studie augenscheinlich nicht berücksichtigt. "Sie stellen jedoch nach wie vor ein großes Problem beim Littering, also dem Verschmutzen der Umwelt mit Getränken- und sonstigen Verpackungen dar", so Bayr. Dosen sind im Verbrauch von Rohstoffen und Energie alles andere als nachhaltig. Das Ausklammern von Dosen spreche nicht für die umfassende Sicht der Studie auf das Getränkeverpackungsproblem und lasse auch Zweifel an den Interessen der Aufraggeber aufkommen, so Bayr.

Außerdem berichtet Bayr, dass immer mehr Bürgermeister aus kleineren Gemeinden enorm unter den Umweltverschmutzungen durch weggeworfene Einweggebinde leiden. "Je weniger Wegwerfprodukte erzeugt werden, um so geringer ist das Problem der Müllentsorgung", so Bayr. "Das Problem Littering trifft besonders jene kleinen Gemeinden, deren Budget naturgemäß geringer ist." (Schluss) sa

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